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Automobil: Global betrachten

Automobil : Global betrachten

Zum Leserbrief „Eine der größten Umweltsünden“ (TV vom 2. Dezember) schreibt Petra Lauer:

Dem Beitrag von Dr. Karl-Georg Hermans über das „Allheilmittel E-Mobilität“ ist nichts hinzuzufügen. Ganze Landstriche werden verwüstet und auch Kinderarbeit in armen Ländern gefördert, um an seltene Erden für die Unmengen an Batterien zu gelangen. Den dortigen Bewohnern werden ihre Lebensgrundlagen entzogen (Absenkung des ohnehin geringen Grundwasserspiegels in trockenen Gegenden) oder/und sie werden Gesundheitsrisiken ausgesetzt (Arbeitsbedingungen). Aber die einzigartige Salzwüste Uyuni in Bolivien oder der Kongo sind weit weg, die Bewohner dort haben keine Lobby und sind arm. Die hiesigen „Umweltschützer“ wollen davon nichts hören, es ist politisch nicht gewollt, und den Bürgern wird sogar ein gutes Gewissen eingeredet (auch von den Medien, die besser recherchieren sollten), wenn sie ein E-Auto fahren. Hauptsache, bei uns wird – vermeintlich – ein besseres Klima erreicht, die Kollateralschäden werden bewusst hingenommen. Die Erde ist aber global zu betrachten und hört nicht an den Grenzen der Industrieländer auf. Das sollten sich vor allem die Grünen, die gerne mit erhobenem Zeigefinger arbeiten, hinter die Ohren schreiben und sich nicht als Klimaretter zulasten anderer präsentieren, sondern nach Alternativen suchen.

Petra Lauer, Trier