1. Meinung
  2. Leserbriefe

Ihre Meinung: Gonzerath blieb unerwähnt

Ihre Meinung : Gonzerath blieb unerwähnt

Ehrenamt

Zum TV-Artikel „13 Vereine und ein Liebesgedicht“ (9. November) schrieb uns dieser Leser:

Es war eine gute Idee, den Ehrenamtstag in Morbach, mit einem Dorfcheck durch „Saalue“ zu verbinden. Insgesamt war es eine gute Veranstaltung,  die noch besser angekommen wäre, wenn man die, um die es ja letztendlich ging, mehr zu Wort hätte kommen  lassen.

Es fiel auf, dass im ersten Teil nur Politiker auf der Bühne waren. Bürgermeister Andreas Hackethal hob die Vorzüge der Einheitsgemeinde und des Hauptortes Morbach hervor. In der ersten Gesprächsrunde des Abends verstanden es die Ortsvorsteher von Hoxel und Wenigerath, das ehrenamtliche Dorfgeschehen in ihren Dörfern positiv zu thematisieren. Achim Zender, Hoxel, lobte das Engagement vom „Christlichen Verein für soziales Balkan mit der Einführung und Verteilung der Notfalldose und dem Essen für Ältere Mitbürger, und Thomas Jakobs (Wenigerath) lobte das Engagement der Wenigerather beim alljährlichen Kloßfest, an dem 1000 selbst gemachte Klöße innerhalb von zwei Stunden verkauft werden, in den höchsten Tönen, während von Dietmar Thömmes, Ortsvorsteher von Gonzerath, nichts über das ehrenamtliche Engagement der Dorfbevölkerung und der Vereine von Gonzerath  zu hören war. Dabei hat Gonzerath doch so viel zu bieten. Angefangen beim Karnevalsverein Hejele, der in diesem Sommer aus Anlass seines 55-jährigen Bestehens einen Sommerkarneval mit Prunksitzung und großem Umzug veranstaltete, und dem alljährlich am Fastnachtsdienstag stattfindeten großen Umzug, der Tausende von Zuschauern  anlockt. Dem Weihnachtsmarkt des Heimatvereins auf dem Dorfplatz, der sich zunehmend großer Beliebtheit erfreut, dem zur Weihnachtszeit leuchtenden Schackbergstern sowie die beliebten Rundwanderwege zu den Gonzerather Naturdenkmälern, die jeweils auf dem Dorfplatz starten und enden, und die vom Heimatverein herausgebrachten Gonzerather Bücher  „Gonzerath im Wandel der Zeit“ und „Gonzerather Geschichten“.  Auch im sozialen Bereich gibt es erfreulich Neues zu berichten: Die gegründete BI  „Gonzerath hat Zukunft“ unterhält in den ehemaligen Räumen der Zweigstelle der VR-Bank einen Leseraum mit Bibliothek, einen Fitnessraum und eine Raum für die zukünftige Telemedizin. Hier gibt es auch kostenloses Wlan, das auch auf dem Dorfplatz empfangbar ist. Warum Dietmar Thömmes  dies alles mit keinem Wort erwähnte, bleibt wohl sein Geheimnis. Auch das 100-jährige Bestehen des SV Gonzerath  im nächsten Jahr  blieb unerwähnt, sowie das unter der Regie desSV Gonzerath wöchentlich stattfindete Seniorentraining  und der Geldautomat. Interessant war die Tatsache das am Schluss von „Saalue“,  als alle Vereine der Einheitsgemeinde namentlich benannt wurden, Morbach in Anlehnung an die BI in Gonzerath,  zum „Ort der Zukunft“  erklärt wurde.