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Klima: Heile Welt? Keine Utopie!

Klima : Heile Welt? Keine Utopie!

Zur Berichterstattung über Klimawandel, Artensterben und Corona-Pandemie sowie allgemeine Welt-Katastrophen-Szenarien schreibt Dieter Klingel:

Die wundervolle Natur unseres Planeten siecht in einem kritischen Zustand dahin. Die globalen Folgen von Klimawandel, Artensterben, Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch, Corona-Krise … nötigen zu einem tiefgreifenden gesellschaftspolitischen Umdenken. Mit den hochentwickelten Technologien und den vorhandenen finanziellen Mitteln haben wir die Chance zur Rettung der Zukunft unseres geschundenen Planeten.

Alle globalen Fehlentwicklungen sind vorwiegend menschengemacht und Folgen seiner Begierden nach Macht und Besitz. Mit der Überlegenheit der Industriestaaten hat sich eine kapitalistische Großmachtpolitik entwickelt, die rücksichtslos auf Profit ausgelegt ist und sich als Hüter einer Wohlstands-, Konsum- und Wegwerfzivilisation versteht. Sie überfordert die Natur, spaltet die Völker und bedroht viele mit Unterdrückung, Ausbeutung und Rassismus.

Dieser globale Missstand verdient vorrangig unsere sorgenvolle Teilnahme; denn wir können ihn abwenden. Der Schlüssel ist die Welt-Zivilgesellschaft. Die global vernetzten Kinder und Jugendlichen bei „Fridays for Future“ zeigen uns Altvorderen, wie es gehen kann. Wo Bürger sich friedfertig vereinigen, ihre Menschenrechte in einer besser geordneten Welt erstreben, erreichen sie ihr Ziel. Die demokratischen Verfassungen wie die amerikanische und französische entstanden in Not-Nachkriegszeiten aus den Utopien von Bürgerrechtsbewegungen. Die Mauer in Berlin ist unter dem Druck von friedlichen Demonstrationen eingestürzt. Diese können die gierig-korrupten Herrscherriegen entmachten. Die nationalistischen Egoismen lassen sich von einer humanen, demokratischen Weltrepublik mit einer robusten „Weltinnenpolitik“ (Carl Friedrich Weizsäcker 1964) bändigen und dann mit ihr die bedrohlichen planetaren Weltkrisen überlegt ausmerzen. Neue Veröffentlichungen weisen Weg und Ziel zu diesem notwendigen Weltfriedensprojekt.

Als Grundlage und Rahmen zur seiner Verwirklichung kann die Charta der UN hilfreich sein. Der Generalsekretär der UN, António Guterres, wartet schon lange auf den Auftrag, ein Gremium einzuberufen, das die Charta zur Gründung einer demokratischen Weltrepublik umarbeitet. Der Weg zu einem heilen Planeten fordert nicht Verzicht, sondern gewährt Lebensqualität für alle – und erlöst die Menschheit von derzeitigen und zukünftigen Welt-Katastrophen-Szenarien.

Die geistige Kraft dieser Utopie kann sich in friedlichen Demonstrationen auf den Straßen der Welt bezeugen.

Dieter Klingel, Trier