1. Meinung
  2. Leserbriefe

Helge Schuh: Nicht nur immer nach dem Staat schreien

Leserbrief : Nicht nur immer nach dem Staat schreien, wenn sich was verändern soll

Klimaschutz

Zum Artikel „Habeck will umfassende Sofortmaßnahmen für Klimaschutz“ (Trierischer Volksfreund, 11. Januar):

 

Ist es eigentlich nur mein Eindruck, dass wir in Deutschland ständig nur nach „dem Staat“ schreien, wenn sich etwas verändern soll? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der erste Mensch auf dieser weiten Welt bin, der Folgendes vorschlagen möchte, denn so könnte es auch gehen – und dabei  einfach eine „Win-Win-Situation“ sozusagen: Die Stromkonzerne finanzieren als Partner (-Unternehmen) allen „solarwilligen“ Bauherrinnen und Bauherren, die das aus eigener Tasche nicht stemmen können, in Neubau und Bestand die Solaranlage auf dem Dach.  Anschließend dürfen sie den erzeugten Strom dieser Anlage so lange verkaufen, bis die vorfinanzierte Baumaßnahme „bezahlt“ ist.

Also beispielhaft: Anlagenkosten 25.000 Euro, Strompreis 50 Cent/Kilowattstunde (KwH) plus ein Bonus für den laufenden Betrieb, Infrastrukturkosten und so weiter, geht die Anlage nach 55.000 kwH in den Besitz der Hausherren über, und diese erhalten ab dann die übliche Vergütung für den Solarstrom. Setzt natürlich Transparenz und Ehrlichkeit  – vor allem bei den berechneten Anlagenkosten – voraus! Zu einfach für Deutschland? Ich fürchte schon – wieder mal.