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Herbert Junk-Hoffmann: "Helfen mit einer Sonderbriefmarke: Warum kommt niemand darauf?"

Leserbrief : Helfen mit einer Sonderbriefmarke: Warum kommt niemand darauf?

Flutkatastrophe

Zu den diversen Artikeln zur Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel:

Durch die Flutkatastrophe wurden große Teile unseres Landes Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und des Saarlandes erheblich beschädigt und zerstört. Über 140 Menschen wurden dabei getötet.

Die finanziellen Schäden der Betroffenen sind nur in einer konzertierten Aktion zu beseitigen. Hierbei besteht die Möglichkeit, durch die Auflage einer Sonderbriefmarke, Blockmarke, im Wert von zwei Euro erhebliche Geldmittel zusätzlich für die Unfallopfer zu erwirtschaften.

Das normale Porto, 80 Cent und dann pro Blockmarke 1,20 Euro für die Hochwasseropfer. Nicht jeder ist in der Lage, mit einem Eimer und Schaufel in den Katastrophengebieten zu helfen, zu räumen, den Leuten Mut zu machen. Durch den Kauf einer Sonder-Blockmarke „Hochwasserhilfe 2021“ würde die Solidarität aller Bürger finanziell unterstützt.

Die Auflage von Sonderbriefmarken Hochwasserhilfe hat in Deutschland eine lange Tradition und hat erhebliche Hilfen zusätzlich erwirtschaftet. Am 12. Oktober 1948 wurde im Saarland eine Sonderbriefmarke Hochwasserhilfe in zwei Blöcken aufgelegt (Katalog Nr.: 258-259). Am 30. August 2002 wurde eine Briefmarke, Hochwasserhilfe 2002 Nr. 2278 in einer Stückzahl von 6,74 Millionen Stück aufgelegt, Briefporto 56 Cent, Hochwasserspende 44 Cent je Stück. Am 18. Juli 2013 wurde anlässlich einer Hochwasser-Katastrophe erneut eine Briefmarke aufgelegt.

Es ist verwunderlich, dass unsere Volksvertreter bisher hier nicht tätig geworden sind, diese in Vorjahren bewährten Geldmittel erneut zu regenerieren.

Ich bin sicher, dass alle Bürger gerne bereit sind, durch den Kauf einer Sonderbriefmarke den ohne Schuld in Not geratenen Traumatisierten nach Möglichkeit zu helfen. Durch die Auflage einer Sonderbriefmarke Hochwasserhilfe 2021 von circa zehn Millionen Stück, eine Zahl, die nicht utopisch hoch ist, weil bereits eine Auflage Hochwasserhilfe 6,79 Millionen betrug im Jahr 2002.

Unsere Volksvertreter, Minister, Abgeordnete stehen derzeit im Wahlkampf, beziehen sichere gute Gehälter. Sie bereisen die Katastrophengebiete, loben die hervorragende Arbeit der Hilfskräfte, sprechen den Betroffenen Mut zu. Dass die für eine Auflage einer Sonderbriefmarke zuständigen Politiker und Minister nicht in der Lage sind, wie in Vorjahren durch Sondermarken zusätzliche Geldmittel zu erwirtschaften, ist traurig. Geschädigten helfen können wir alle, jeder so gut er kann.