Herbstzeit

Trauben, Winzer und Ernter bereit.In den frühen Morgenstunden,knattern Traktoren, dreh’n ihre Runden.


Beim Überqueren der Straße, man sollt sich beeilen,
und beim "Schwätzen" nicht all zu lang verweilen.
Auch Jupp kommt mit großem Gefährt
um die Ecke geschossen, grüßt in Eile, unverdrossen.
Es riecht nach Most, nach Traubensaft,
etliche Stunden erfordern die Kraft.
Hoffen, dass der Himmel auch diesmal mitspielt,
morgendlich man auf die Wetter-App schielt,
wenn dieses dann so halbwegs passt,
erfährt einen langsam die innere Hast,
das Tagwerk wird nun angegangen,
die Landschaft vom Nebel erst noch verhangen .
Hat sich die Sonne dann durchgekämpft,
die erste Unruh ein wenig gedämpft,
die Presse dann läuft wieder wie gewohnt,
das Mostgewicht dann einen belohnt,
dann ist der Anfang gemacht,
in dieser bunten, herbstlichen Pracht.
Zur Mittagszeit, man im Wingert kurz ruht,
inne hält, mal gar nichts tut,
die "Schmieren" kommen auf den Teller,
ins Glas ein Jahrgang aus dem Keller,
es wird gelacht und diskutiert,
über Aktuelles, debattiert,
gestärkt dann auf zur nächsten Runde,
das man erreicht die Feierabend-Stunde,
doch muss es weiter geh'n,
denn die Winzers Uhr bleibt jetzt nicht steh'n.
So geht dies stetig ein paar Wochen,
daheim wird gejammert übers Kochen,
möge auch dieser Herbst gut zu Ende geh'n ,
um dann zufrieden in die Keller zu sehn.
Der Preis, er könnte angemessener sein,
sonst fließt irgendwann die Mosel,
ohne ihre Weinberge, traurig und allein.

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