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Leserbriefe: Höchst empörend und erbärmlich

Leserbriefe : Höchst empörend und erbärmlich

Zum Artikel „Ein tiefer Riss und ein Licht aus Bethlehem“ (TV vom 20. Dezember) schreibt Dr. Klaus Meiners:

Angesichts der Ereignisse rund um den Gedenktag für die Terror­opfer vom Berliner Breitscheidplatz habe ich den Eindruck, dass einigen vor lauter Willkommenskultur die Trauerkultur für die Opfer abhanden gekommen ist. Da ist zum Beispiel die Bundeskanzlerin mit ihrem niveaulosen Handeln gegenüber den Hinterbliebenen: Diese hatten im März 2017 über einen Anwalt um einen Termin bei der Kanzlerin gebeten; doch diese Bitte wurde abgelehnt. Dazu passt, dass es bis zum Jahrestag im Dezember 2017 kein persönliches Kondolenzschreiben der Kanzlerin gegeben hat. Ist das das freundliche Gesicht, von dem Frau Merkel so gerne spricht?

Oder auch das ZDF: Dieses hatte die Sprecherin der Hinterbliebenen, Astrid Passin, zu der Sendung „Klartext, Frau Merkel“ am 14. September erst ein- und dann aus fadenscheinigen Gründen kurzfristig wieder ausgeladen. Wer dahinter die Angst von ZDF und Kanzleramt vor unbequemen Fragen vermutet, dürfte richtig liegen.

Wer nun glaubte, diese Ansammlung von Peinlichkeiten sei nicht zu übertreffen, wurde vom rot-rot-grünen Berliner Senat eines Besseren belehrt. Zuerst stellte man den Hinterbliebenen die Obduktionskosten der Opfer in Rechnung – „aus Versehen“, wie es später hieß. Dann verweigerte man den Angehörigen die Übernahme der Taxikosten zur Teilnahme an der Gedenkfeier und verwies auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. In Anbetracht der 20 Milliarden Euro, die der Steuerzahler allein 2016 für Asylbewerber/Flüchtlinge/Migranten inklusive potenzieller islamistischer Terroristen bezahlt hat, empfinde ich diese Entscheidung der Berliner Verwaltung höchst empörend und erbärmlich.

Der TV zitierte neulich den ehemaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel mit den Worten „Gott schütze Rheinland-Pfalz“. Ich erlaube mir die Ergänzung „… und ganz Deutschland vor diesen Zeitgenossen“.

Dr. Klaus Meiners, Trier