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Horst Fries: Ausweg aus dem Dilemma

Leserbrief : Ausweg aus dem Dilemma

Verschuldung

Zu „Scholz kündigt 100 Milliarden Euro zusätzlich für die Bundeswehr an“ (TV vom 28. Februar) und „Die Inflation bringt die Politik in die Bredouille“ (TV vom 3. März):

„Denk ich an Deutschland bei der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Mir schwindelt, wenn ich die vielen auf der politischen Agenda stehenden Probleme betrachte: Milliarden neuer Schulden, die ausufernde Energiekrise, die Corona-Pandemie, das Flüchtlingsdilemma und die mit fünf Prozent zu hohe Inflation. Jetzt müsste die Europäische Zentralbank  die Inflation durch Erhöhung der Zinsen bekämpfen. Das kann sie aber nicht, weil sie sonst die hochverschuldeten Südländer der EU (laut Online-Portal Statista Griechenland 200,7 Prozent des Bruttosozialprodukts, Italien 155,3 Prozent, Portugal 130,5 Prozent  und so weiter, Stand drittes Quartal 2021, Anm. der Redaktion) in den Staatsbankrott treiben würde. Sollten die Gewerkschaften jetzt überzogene Lohnerhöhungen durchsetzen, müssten die Unternehmen die Mehrkosten auf die Produktpreise aufschlagen.

Es bestünde dann die große Gefahr, dass es zu einer Lohn-/Preisspirale mit galoppierender Inflation kommt. Ein Ausweg aus dem Dilemma könnte ein starkes Wachstum sein. Das schon sehr deutlich erkennbare zarte Pflänzchen des wirtschaftlichen Aufschwungs wurde leider inzwischen von den Panzern Putins niedergewalzt.