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Ihre Meinung zum römischen Erbe in der Region

Ihre Meinung : Römerwege in der Eifel mehr beachten

Tourismus

Zum Artikel „Römisches Erbe in traurigem Zustand“ (TV, 30. Dezember) meint Ullrich Papschik aus Bitburg:


Alles, was sich in Sachen Römer-Geschichte nicht gerade in Trier, Morbach, Bitburg oder Fließem befindet, scheint nur so dahinzudümpeln und wird leider den nach dem Corona-Schock nur wartenden Touristen oder auch Kurzurlaubern vorenthalten.

Genauso wie in Wittlich der Römervilla ergeht es besonders den begehbaren und auch zu erwandernden römischen Straßenmonumenten entlang der B 51.

Die erwanderbaren römischen Straßenstücke findet der erlebnissuchende Eifelurlauber jederzeit erreichbar bei Meilbrück/Meckel, bei Balesfeld, Neustraßburg, Weißenseifen und Kronenburg/Nordrhein-Westfalen.

Auf der fast vergessenen Römerstraße sind vielleicht schon die römischen Legionen zur Varusschlacht im Teutoburger Wald oder Napoleon mit seinen Soldaten auf dem Weg in Richtung Osten bis Russland marschiert.

Obwohl in diesem Gebiet mindestens drei Fremdenverkehrsämter den Eifelurlaub versuchen zu vermarkten und mit teuer gedruckten Broschüren Touristen anlocken, kam wohl noch keiner der Touristiker oder geschichtsorientierten Kommunalpolitiker auf die Idee, aus den römischen Straßenstücken einen gut erwanderbaren Erlebnisurlaub zumachen. Nur der Bitburger Geschichtskreis hat schon 2017 einen Vortrag und eine Ausstellung zur Römerstraße organisiert.

Auch von einer geplanten Telefon-App hört man seit Herbst 2019 nichts mehr. Für das unter alten Plastikplanen und Holzbalken schon seit zwölf Jahren zuwachsende 2000-jährige Straßenstück „Via Agrippa“ bei Meilbrück zeugt trotz des großen Parkplatzes bei der „Tanke“ nicht mal ein kleines Schild oder Werbebanner mit Aufschrift wie „Zur Römer- und Napoleon-Trasse“.

Jeder kleinste Wanderweg des Eifelvereins ist wahrscheinlich besser ausgeschildert und auf Karten eingezeichnet als alle Römer-Straßen entlang der B 51 von Meckel über Balesfeld bis hin nach Kronenburg. Schade, dass vorhandene Attraktionen nicht besser zur Belebung des Fremdenverkehrs ausgebaut und genutzt werden.