ihre Meinung

Zum Artikel "Zustimmung in Thalfang, Ablehnung im Kreis" (TV vom 17. Dezember) schreibt dieser Leser:

Es sind starke Worte, wenn Herr Zender davon spricht, "die Wettbewerbsfähigkeit der Holz verarbeitenden Betriebe in den betroffenen Gemeinden werde mit dem Nationalpark zunichtegemacht". Jeder, der die Diskussionen um das Für und Wider des Nationalparks aufmerksam verfolgt hat, wird sich mit Belegen für diese Behauptung schwertun. Dass das Land sich hinter den Räten verstecken würde, anstatt die Bürger direkt zu befragen, zeugt dann auch noch von einem merkwürdigen Verständnis unserer Demokratie. Die Räte wurden von den Bürgerinnen und Bürgern der betroffenen Gemeinden gewählt - wo also ist das Problem? Jedoch kann man hingegen den Eindruck gewinnen, dass sich einige gewählte Vertreter in den unterschiedlichen politischen Gremien zwischenzeitlich zu reinen Lobbyisten der Holzindustrie gewandelt haben. Es ist gut, wenn der Nationalpark kommt. Trotz manchen Einschnitten, die es für Einzelne geben mag, und den von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten ist die Errichtung des Nationalparks für die Region ein gutes Zeichen. Mit seiner Einrichtung übernehmen wir alle Verantwortung für die Vielfalt der Arten und den Erhalt beziehungsweise die Schaffung von ursprünglichen Lebensräumen. Ich kenne viele Leute, die stolz darauf sind, bald in Nachbarschaft eines Nationalparks zu leben. Viele Nationalparks in Deutschland, wie zum Beispiel im bayerischen Wald oder im Harz, sind mittlerweile starke Magneten für naturbegeisterte Besucher. Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht auch im Hunsrück schaffen sollten. Der Nationalpark ist die Chance, durch Imagegewinn für unsere Heimat diese weiter nach vorne zu bringen und gleichzeitig eine naturnahe Landschaft zu erhalten. Reiner Schnitzler, Morbach

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