Meinung Immer genug Weihwasser

Motorradsegnung

Zum Artikel „Pater Albert versegnet 270 Liter über 1500 Biker“ vom 8. Mai schreibt Michael Koch:

Als ich das Bild  gesehen habe, wie Pater Albert aus einem Eimer „Weihwasser“ auf ein Motorrad, Fahrer und Sozius schüttet, wurde ich in meine frühe Kindheit versetzt.

Aufgewachsen im Schatten des Karmelitenkloster Springiersbach war der kleine Bach hinter unserem Haus ein beliebter Spielplatz für uns Kinder, wo wir ungezwungen plantschen und toben konnten. Und wenn ich dann Lust verspürte, füllte ich einem Eimer mit Wasser und schüttete ihn einem meiner Geschwister über den Kopf und sagte dabei: „Hiermit segne ich dich!“

So ähnlich deute ich das Bild von der Segnung durch Pater Seul. Nur, wir haben dies mit Bachwasser getan, er mit gesegnetem Wasser, Weihwasser. Und dann realisiert man auch, weshalb so viel Weihwasser „versegnet“ wurde. In manchen Jahren, wie in einem Vorbericht zur Wallfahrt zu lesen, war es manchmal auch ein Vielfaches mehr.

Eine Frage kommt bei mir auf: Wie wissen die „Segner“, wie viel Weihwasser benötigt wird? Denn die Segnung des benötigten Wassers erfolgt ja im Voraus.

Mein Vorschlag, damit man immer genug Weihwasser zur Segnung hat: Segnen Sie die Wasseruhr und Zapfhahn des Pfarrhauses im Vorfeld, schließen am Tag der Segnung einen Wasserschlauch mit Sprühkopf daran an.

Gleichzeitig könnten das noch gesponsert werden – es gibt ja eine Firma für Gartenbedarf die so heißt wie „Garten auf Englisch“, nur mit einem Vokal am Ende. So käme auch noch ein wenig Geld in die Pfarrgemeinde. So haben Sie genügend „Weihwasser“ für die Segnung der Motorräder und Menschen. Und bei Bedarf lässt sich die Menge des „versegneten Weihwassers“ durch drehen des Sprühkopfes erhöhen, was ja wichtig für die Berichterstattung danach ist.