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Politik: Inszenierte Irritationen?

Politik : Inszenierte Irritationen?

Zum Artikel „Wie der Spitzenlinke Bodo Ramelow Freund und Feind irritiert“ (TV vom 26. Januar) schreibt Josef Temmes:

Die Bezeichnung der Bundeskanzlerin durch Bodo Ramelow als „Merkelchen“ halte ich für bemerkenswert. Nicht nur, dass Thüringens Ministerpräsident Frau Merkel persönlich angegriffen hat, sondern auch ihr Amt missachtet. Kürzlich hat er einen thüringischen Landtagsabgeordneten beleidigt, indem er diesen in einer Sitzung dieses Hohen Hauses als „widerlichen Drecksack“ bezeichnete. Solch ein Umgang mit Mandatsträgern ist möglicherweise strafrechtlich relevant, lässt vor allem aber jedes Maß an politischer Ethik und Moral vermissen.

Was ist das für einer, dieser Bodo R., fragt sich da der interessierte Beobachter. Einer, der sich wenig im Zaum zu halten vermag, Grundrechte anderer missachtet – oder sind es gewollte, inszenierte Irritationen durch Spitzen der linken Politszene? Da helfen auch die Versuche der Linken-Chefin Katja Kipping nichts, die Vorfälle zu beschwichtigen, indem sie ihn als „authentischen Typen“ bezeichnet. Vielmehr hat er mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wes Geistes Kind er ist. Nämlich das der Ideologie der 68er-Bewegung, vermischt mit Sympathien für die Machenschaften der SED, durch Zugehörigkeit zu deren Nachfolgepartei der Linken. Den demokratischen Parteien im Landesparlament von Thüringen ist abzuraten, mit diesen linken Kräften zu kollaborieren.

Josef Temmes, Mettlach-Faha