Politik: Junge, Junge, was für Töne ...

Politik : Junge, Junge, was für Töne ...

Zur Berichterstattung über die bundespolitischen Ambitionen des rheinland-pfälzischen AfD-Politikers Uwe Junge schreibt Ossi Steinmetz:

Wenn der bisherige Parteichef der AfD in Rheinland-Pfalz behauptet: „Der Tag wird kommen, an dem wir alle Ignoranten, Unterstützer, Beschwichtiger, Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden!“, dann ist das für mich ein Ansatz und Aufruf zu Veränderungen in unserer Gesellschaft und damit auch zu Veränderungen unserer Staatsordnung. Für mich ein ungeheuerlicher Ansatz von Uwe Junge.

Solche Phrasen, vermehrt aus den Reihen der AfD zu hören, sollten als Weckruf verstanden werden und uns, ja die gesamte Gesellschaft, rechtzeitig wachrütteln mit dem Hinweis, dass der Nationalsozialismus mit seiner Ideologie ein Unrechtsstaat war und nie mehr auferstehen darf. Diese unsägliche Zeit war und ist kein „Vogelschiss“ (Alexander Gauland) in der deutschen Geschichte.

Wer die Ideologie des Nationalsozialismus und damit den Völkermord an sechs Millionen Juden verniedlicht, ja sogar leugnet, wer den Antisemitismus, den Rassismus und aktuell die Fremdenfeindlichkeit massiv schürt, wer Gutmenschen derart diffamiert, trägt zu einer Spaltung unserer Gesellschaft bei und sät Unfrieden, Unsicherheit und Sorgen und stellt eine Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Parteien wie die AfD und deren Anhänger sind mit einem solchen Gedankengut als Volkspartei inakzeptabel.

Ossi Steinmetz, Bausendorf

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