Katholische Kirche

Zum Artikel "Pädophile Pfarrer als Seelsorger eingesetzt?" (TV vom 19. März:

Das muss man sich doch langsam auf der Zunge zergehen lassen: Durch sexuellen Missbrauch schuldig gewordene Priester werden "nach eingehender Prüfung" im Bistum Trier (und wohl nicht nur dort) weiter in der Seelsorge beschäftigt, dürfen nicht nur Sakramente empfangen, sondern auch spenden! Eine Angestellte eines Betriebes in katholischer Trägerschaft ist geschieden, heiratet wieder oder heiratet einen geschiedenen Partner: Sie verliert ihren Arbeitsplatz und darf auch nicht mehr an den Sakramenten teilnehmen. Genauso wenn ein Geschiedener wieder heiratet: Auch er wird ausgegrenzt, ist von den Sakramenten ausgeschlossen. Es sieht also so aus, dass es nicht so schlimm ist, wenn ein Priester sich an Kindern vergeht. Aber wenn ein Geschiedener wieder heiratet, ist das doch Grund zu drakonischeren Strafen. Es ist nicht zu fassen! Wo leben wir eigentlich? Viele, ich auch, hatten große Stücke auf Herrn Bischof Ackermann gesetzt, hofften auf Ehrlichkeit, auf kompromissloses Handeln in Bezug auf die Täter. Da muss sich allerdings noch viel tun, wenn die katholische Kirche wirklich wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen möchte. Maria Leiff, Üxheim-Leudersdorf

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