KATHOLISCHE KIRCHE

Zum Leserbrief "Erschreckende Aussagen [... ]" (TV vom 25. Sept. ):

Bei der Wahl dieses Papstes haben viele wieder an die Existenz eines besonderen Geistes geglaubt, auch solche, die ansonsten der Kirche fern stehen. Ständig ist zu spüren: Hier tritt uns ein Papst auf Augenhöhe entgegen. Ein Papst, der die Herzen der Menschen erwärmt. Er öffnet ein Stück weit die Fenster und Türen der Kirche, um diesen Geist auch in die muffigen Amtsstuben zu lassen, damit er dort die Jahrtausende alten Verkrustungen aufbricht. Und schon kommen die Ewiggestrigen dahergestürmt und wollen alles wieder zuschlagen und verschließen, damit sie in ihrem weihrauchgeschwängerten Mief verharren können. In diesem Sinne maßt sich dieser Leserbriefschreiber an zu beurteilen, welche Päpste nun "in der Kraft des Heiligen Geistes gesprochen haben". Franziskus seiner Meinung nach nicht. Er glaubt "die brennenden moralischen Fragen der Menschheit" zu kennen. Selbst die anerkennende Äußerung von Erzbischof Zollitsch lässt ihn kalt. Welch unchristliche Anmaßung! Der Pharisäer in der Bibel war dagegen ein Waisenknabe! Sind wir dankbar, dass ein Papst gewählt wurde, der der Welt guttut, Hirte und Mensch zugleich. So wird er manch verlorenes Schaf wieder finden, das sein Vorgänger vertrieben hat. P.S.: Johannes Paul II., der heiliggesprochen wird, hat seine "schützende Hand" über die Vatikanbank gehalten, weil er das Geld für seinen Kampf gegen den Kommunismus brauchte. Gerd Freyberg, Trier