KATHOLISCHE KIRCHE

Zu den jüngsten Berichten über das Bistum Trier:

Als Bischof ist Stephan Ackermann bestimmt guten Willens angetreten, die Kirche im Ganzen weiter zu entwickeln. Doch der Alltag hat ihn schnell überholt, ja gefesselt in Zwängen, die er sich bestimmt nicht hat vorstellen können. Dass er als Beauftragter den sexuellen Missbrauch endlich offen ausgesprochen hat, gab Hoffnung. Dass er dabei jedoch nicht glücklich wird, spürt auch der letzte Gläubige. Denn da sind Kräfte, die ihm verdeckt, aber gezielt in die Parade fahren. Er wird sie besser kennen als andere, und sie sind bestimmt nicht bei den gläubigen Steuerzahlern zu suchen. Da geht es ihm wie Papst Franziskus, der nicht in den römischen Palast einzog. Bis dato unvorstellbar. Doch er hält den Spiegel vor, besonders den Klerikalen. Aber was tun leider viel zu viele aus der Priesterschaft auf unterster Ebene in den Pfarreien? Dort, wo Kirche noch mit Erwartungen verbunden wird, gibt es immer mehr Enttäuschungen, die nicht bis zum Bischof nach Trier wirken. Wann wird Bischof Ackermann abberufen, damit er nicht ganz unter die Räder kommt? Wann siegen seine Gegner, die glauben, nicht erkannt zu werden? Gertrud Maus, Üttfeld