Katholische Kirche

Zum Artikel "Gläubige kritisieren wachsende Kluft zwischen Lehre und Wirklichkeit" (TV vom 4./5. Oktober) diese Meinungen:

Seit meiner Lehrzeit in einem Internat mit 70 Nonnen gehe ich nicht mehr in die Kirche. Unter diesen Leuten gibt es genauso gute und schlechte Menschen wie sonst wo, heilig ist keiner. Wenn Priester heiraten, können sie bei familiären Problemen mitreden, so nicht. All die Gräueltaten im Namen der katholischen Kirche gäbe es wohl kaum. Empfängnisverhütung ist wichtig wie nie! Wie kann es sein, dass in den ärmsten Ländern der Welt die Kinder wie Karnickel auf die Welt kommen? Dann soll die katholische Kirche diese auch ernähren und für sie sorgen (die Eltern dieser Kinder können es nicht)! Hier muss die Pille gespendet werden, sonst nichts. Und was ist mit dem Bau der Moscheen bei uns? Es heißt doch in der Bibel: Du sollst keine fremden Götter neben mir haben! Wenn zu Recht bei uns immer mehr Gläubige aus der Kirche austreten, sollte diese vielleicht neue Kirchen bauen. In den Ländern, wo die Moscheen zu Hause sind! Geld ist ja genug da. Erika Sittmann, Kröv Dass sowohl in Trier wie in Rom zeitgleich eine Synode stattfinden muss, weil die Kirche sich in einer schweren Krise befindet, ist eine der spannendsten Entwicklungen der Geschichte. Trierer Synoden-Teilnehmer sagen: "Die Volkskirche läuft aus." Der Umwälzungsprozess tritt bald in eine entscheidende Phase. Bemerkenswert ist, dass einige bereits der Meinung sind, "dass nun von Trier eine neue Kirche ausgeht". Das ist richtig, denn Desaster müssen da, wo sie entstanden sind, bereinigt werden. In den Machtkämpfen frühchristlicher Sekten wurde eine Strömung von Kaiser Konstantin als staatskompatibel erkannt und später von seinen Nachfolgern als Staatsreligion genutzt. Der Kaiser bekam so seinen Einfluss; statt aber kein Teil der Welt zu sein (so Jesus), wurden Christen nun Komplizen von Machtgier und Pomp. Unter der Dominformation liegen Ausgrabungen von Kirchengebäuden aus dem 2. und 4. Jahrhundert. Hiermit baute sich ein Kraftfeld auf der Achse Rom/Trier auf, das bis heute aktiv ist. Es kam zu Bibelfälschungen und raffiniertem Zurechtbiegen: Aus der Sphäre der heiligen Geisterwelt machte man den ominösen Heiligen Geist, aus der Sphäre der Herausforderer des göttlichen Prinzips (der Liebe) machte man die Höllenverdammnis als ewige Strafe (für Kirchenkritiker), und aus felsenfester innerer Gottesverbindung machte man das Wortspiel Petrus = Fels rückwirkend zum Papstamt. Trier war die erste Stadt der Welt, in der Christen andere Christen wegen des Glaubens töteten. Dieser Frevel gegenüber der göttlichen Welt von Liebe und Weisheit kommt heute als grausamer Kampf gegen "Ungläubige" zurück. Damit, was Urchristen glaubten, beschäftigt sich heute intensiv eine kleine Gruppe spiritueller Christen in Trier, die diesen tragischen Auflösungsprozess begleiten. Frank Weiland, Trier