KIRCHE

Zum Artikel "Katholiken protestieren gegen Trierer Bischof" (TV vom 24. November):

Den Sachverhalt um die Versetzung/Amtsenthebung des Pfarrers Eckert durch Bischof Ackermann kenne ich nur aus den Volksfreund-Veröffentlichungen. Es ist anscheinend so, dass die Gläubigen im bisherigen Bereich dieses Pfarrers mit dessen "Arbeit" sehr zufrieden waren. Das bisher Bekannte erweckt aber den Anschein, dass ein Bischof wohl immer recht behalten muss. Und wenn er nicht im Recht ist, beruft er sich auf das Gehorsamsversprechen, welches die Amtskirche sich selbst gestiftet hat. Es gibt schlimme Beispiele dafür, dass es nicht gut ist, einer Person Gehorsam zu schulden. Zu was sollte denn so etwas auch gut sein? Ich habe in der Bibel nirgendwo gelesen, dass Jesus etwas Vergleichbares von seinen Jüngern verlangt hätte. Manchmal hat man den Eindruck, "die da oben" wollten die Leute aus den Kirchen fernhalten, obwohl sich die überlasteten Pfarrer vor Ort mehr als redlich abrackern. Die allermeisten Gläubigen wollen nicht mehr herumkommandiert werden. Durch den eigenartig anmutenden Umgang mit Untergebenen läuft Stephan Ackermann große Gefahr, seinen guten Namen, seine Anerkennung, den großen persönlichen Zuspruch und die Glaubwürdigkeit zu verspielen. Er sollte sich der Wadenbeißer in seinem Umfeld, die ihn offenbar beraten, schnell zum Wohle unserer Mutter Kirche entledigen. Denn: Kirche sind wir alle! Das kirchliche Arbeitsrecht muss dem Zivilrecht angepasst werden. Konkordat hin, Konkordat her - was übrigens 1933 vom Vizekanzler des "Dritten Reichs" unterzeichnet wurde. Ansonsten droht höchste Gefahr, dass sich die Menschen abwenden und auf gesetzliche Regelungen bestehen, die der Kirche als Rechtspersönlichkeit, die ja angeblich jeden Cent umdrehen muss, nicht gefallen dürften. Felix Assmann, Morbach