1. Meinung
  2. Leserbriefe

Militär: Können die machen, was sie wollen?

Militär : Können die machen, was sie wollen?

Zu den Artikeln „Über keine andere Region Deutschlands donnern so viele Jets“ und „Leben, wo andere den Luftkrieg üben“ (TV vom 31. März) schreiben Ralf Seilheimer, Jürgen Teusch und Heinrich Ewen:

Schön, dass Sie dieses leidige Thema noch mal in den Fokus rücken. Seit Jahren beklage ich mich über den Fluglärm, der in sehr starkem Maß auch Saarburg betrifft. Sämtliche Beschwerden laufen ins Leere. Ob Bürgerbeauftragter, Landrat, Bürgermeister, Parteivorsitzende, alle sind auf dem Ohr taub. Sämtliche Anfragen versanden bei diesen Lärmleugnern, sie antworten nicht. Es ist eine Schande, dass dieses schöne Fleckchen Erde so massiv terrorisiert wird.

Ralf Seilheimer, Saarburg

Lärm nervt. Lärm macht krank. Wenn es sich dann auch noch, subjektiv betrachtet, um total überflüssigen Lärm handelt, ärgert man sich umso mehr darüber. Dem Bürger legt man nahe, fahre ein leises und emissionsarmes Automobil, und wenn einen dann im Frühling die ersten Sonnenstrahlen in den Garten locken, wird man Zeuge von überlauten Luftmanövern von Kampfjets. Anscheinend versammeln sich alle Top-Gun-Piloten der Nato in unserer schönen Gegend, um uns den Nerv zu rauben. Mit ohrenbetäubendem Lärm wird tonnenweise Kerosin durch die Turbinen gejagt, so dass man annehmen könnte, man lebte im größten Luft-Truppenübungsplatz Europas. Vermutlich ist eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für ein Überflugverbot von bewohnten Gebieten und für eine Mindestflughöhe für Flugmanöver. Wenn man versuchte das politisch umzusetzen, hieße das Demokratie. Für mich wäre es auch kein Verlust, wenn alles von Spangdahlem, was fliegt und lärmt, den Heimweg in die USA anträte. Dauerhaft.

Jürgen Teusch, Wittlich

Man staunt über die Unverschämtheiten, die der Bevölkerung in „TRA Lauter“, also uns, zugemutet werden. Man erfährt, dass hier deutsche, US-amerikanische, belgische und niederländische Piloten üben. Ja, die Amerikaner „haben damit gedroht, die Airbase zu schließen, wenn nicht Voraussetzungen für Training geschaffen werden.“ Würden sie doch endlich schließen! Weiter liest man, die US-Luftwaffe kündigt „ein intensiveres Grundlagentraining für die Piloten“ an. Also noch mehr Lärm. mehr Dreck von oben. Uns drängt man, Ölheizungen abzubauen, E-Autos zu fahren ...

Wo sind die Grünen, die sich für den Schutz von Fröschen und Fledermäusen einsetzen? Wo sind die „Fridays for future“?

Heinrich Ewen, Wittlich