KONFLIKTE

Zur Ukraine-Krise und zum Friedensabkommen von Minsk:

Zunächst darf ich einen ganz herzlichen Dank unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Hollande aussprechen dafür, dass sie sich mit all ihrer Kraft für ein Ende des Blutvergießens in der Ukraine einsetzen. Die unermüdlich dafür kämpfen, dass nicht Kinder und Frauen vor Angst schreiend keinen Schlaf finden, dass Unschuldigen Arme und Beine von Granaten und Gewehrkugeln abgerissen werden. Ein Vertrag ist unterschrieben. Jetzt ist es an Herrn Putin, diesen Vertrag umzusetzen. Ich kann nur hoffen, dass er in diesem Konflikt sein Gesicht wahren kann. Im Ukraine-Krieg werden Hooligans zu Helden. Abartig Veranlagte dürfen ungestraft Gewalt gegen Kinder und Frauen anwenden. Fanatiker dürfen Menschen quälen und misshandeln. In einem regulären Krieg sind diese Kräfte in der autoritären Struktur der Armee zumindest am Anfang noch eingebunden. In der Ukraine hat sich aber eine Vielzahl von Gruppen und Grüppchen, häufig unter der Leitung von Hooligans, gebildet. Es ist fraglich, ob Herr Putin diese Kräfte kontrollieren kann. Ich hoffe, dass er alles versuchen wird, um die Waffenruhe in der Ukraine durchzusetzen. Ansonsten würde er sein Gesicht in der Welt verlieren. Dann wäre er wie ein Knabe, der mit Feuer gespielt hat und der wegrennt, wenn das Feuer zu heftig wird. Der keine Ahnung hat, wie er das von ihm Angerichtete kontrollieren kann. Er wäre dann ein Präsident, der mit mittelalterlichem Pomp inszenierte Auftritte hat, der Regimekritiker drangsalieren kann, sich aber in echten Konflikten nicht durchsetzen kann. Dr. med. Anton Hölscher, Daun