Kultur

Zur Situation des Theaters Trier und zum Leserbrief "Eine Radikalkur, die zum Tod führen kann" (TV vom 24. Februar):

Der Beitrag von Marga Leis über die gegenwärtige Spielzeit des Theaters Trier, der auch ihre vier Freundinnen betrifft, beginnt mit einem Zitat des Intendanten Karl Sibelius, nämlich: "Es gibt Leute, die will man nicht im Theater haben." Frau Leis schließt mit der Abwandlung dieses Zitats: "Es gibt Leute, die will man nicht im Theater haben - schon gar nicht als Intendanten." Dazwischen wird in gekonnter Weise von den fünf ehemaligen Lehrerinnen neben dem rücksichtslosen Verhalten des neuen Intendanten gegenüber dem bisherigen Theaterpersonal eine Auseinandersetzung mit dem Programm vorgenommen, das Regiearbeiten enthält, bei denen die Werke kaum mehr zu erkennen waren. Diese "innovativen" Inszenierungen sind nicht geeignet, ein Publikum mit mehrjährigem Abonnement zu befriedigen. Viele Bekannte von mir, die schon langfristig ihr Abonnement für den Theaterbesuch hatten, haben dieses aufgegeben, genauso, wie es die Gruppe der Lehrerinnen ankündigt. Über den zitierten Leserbrief hinaus muss doch der Trierer Kulturdezernent, der für die Einstellung des Intendanten verantwortlich ist, entweder fahrlässig oder laienhaft gehandelt haben. Das muss zur Sprache gebracht werden und Konsequenzen haben. Gut ist jedenfalls, dass unter diesen Voraussetzungen kein Neubau des Theaters vorgesehen wurde. Walter Krug, Trier