Kultur

Zum Artikel "Museum zeigt Fotos von Knut Wolfgang Maron" (TV vom 22. November):

Der Bericht über die Ausstellungsserie von Knut Wolfgang Marons Fotografien mit dem Titel "Ein Leben" in verschiedenen deutschen Städten und in New York führt wieder einmal vor Augen, wie wichtig und berechtigt die Betrachtung der Fotografie als künstlerisches Medium geworden ist. Der nur vordergründig dokumentarische fotografische Blick auf alle Lebensbereiche eröffnet uns oft in überraschender Deutlichkeit wesentliche und tiefe Einsichten in unser Dasein. Knut Maron ist ein Künstler, der die Begabung besitzt, uns mit seinen fotografischen Arbeiten diese Einsichten zu gewähren, wie seine Arbeit "Ein Leben" beweist. Eine Kenntnis, die viele Besucher aus Trier, der ganzen Republik und den angrenzenden Ländern der Großregion bereits 2010 bei einem Besuch der Ausstellungen der "Fototage Trier 2010" gewonnen haben, in der erstmals ein Teil von Marons Fotoserie "Ein Leben" gezeigt wurde. Deshalb vermisse ich in dem Artikel einen wenigstens kurzen Querverweis auf dessen damalige Ausstellung in unserer Stadt. Es dürfte für viele Leser des TV von Interesse sein, dass Bemühungen, bedeutende aktuelle Arbeiten anerkannter Künstler zeitnah zu ihrer Entstehung, in diesem Falle sogar in einer ersten Ausstellung, nach Trier zu bringen, nicht vergeblich sind. Seit Jahrzehnten beziehe ich den Trierischen Volksfreund in der sicher weit verbreiteten Erwartung, eine Zeitung, die nicht nur über regionalen Ereignisse berichtet, sondern sie auch mit überregionalem Geschehen verbindet, in doppeltem Sinne zu erhalten. Es ist sicher für eine Regionalzeitung (nach eigenem Bekunden versteht sich der TV als solche) schwer, die unterschiedlichsten Informationsinteressen ihrer Leser zufrieden zu stellen. Dennoch dürfte gerade diese Fähigkeit ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen schwindende Leserzahlen sein. Johannes Henke, Kulturverein Bild und Kunst e.V., Trier