Leserbrief : Ekelige, unsoziale Lösung

Biotonne

Zum Artikel „Raus aus dem ART: Unterschriftenaktion wird gestartet“ (TV vom 24. Oktober)  meint diese Leserin:
Zu dem Artikel muss ich unbedingt antworten. Seit 20 Jahren hatten wir in der Vulkaneifel die Möglichkeit, entweder eine Biotonne zu bestellen oder als Gartenbesitzer zu kompostieren, dazu wurde der Müllpreis reduziert.

Leider sind wir alle seit Januar gezwungen, auf die Tonnen zu verzichten und Container zu nutzen, die irgendwo im Ort stehen. 

Für viele Menschen sind diese  zu hoch zum Öffnen und am schlimmsten mit Fliegen, Maden und Wespen dekoriert, was ja auch kein Wunder ist, da neuerdings Fleisch und Essensreste so entsorgt werden sollen.

Zusätzlich wurden die Mülltonnen von 240 auf 80 Liter reduziert, der Preis um zehn Euro erhöht – von zwei Personen ohne Bio: 110 Euro bis 2019 auf  jetzt 121 Euro, aber mit zwei Drittel weniger Inhalt. Im kommenden Jahr sollen die Gebühren erneut um zehn Euro steigen. Und die zusätzliche, eigentlich so liebgewonnene Biotonne, soll für 110 Euro nochmal dazu bezahlt werden.
Und da wundert es Sie wirklich, dass nur so wenige Leute die Tonne zurückhaben wollen? Laut dem Kreislaufwirtschaftssystem müssen Abfälle getrennt gesammelt werden, was hier leider nicht passiert, da nicht jeder die Container nutzen kann.

Also kommt der Biomüll in die graue Tonne, die dann auch schneller voll wird, dann jede Leerung nochmal knapp zehn Euro!
Für mich ist das Schlimmste daran, dass so was von Fachleuten für Müllentsorgung vorgeschlagen und empfohlen wird und sich die Mehrheit unseres Kreistages, inklusive unseres Landrates, für so eine bürgerfeindliche, ekelige, unsoziale Lösung entschieden hat.