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Leserbrief Busfahrerstreik: Wer vertritt die Interessen der Familien?

Ihre Meinung : Wer vertritt die Interessen der Familien?

Busfahrerstreik

Zum Bericht „Streik: Ab Montag bleiben viele Busse in der Region stehen“ (TV vom 19. Juni):

Wer „ver.dient“ diesen Busstreik? Die Schüler/innen, die seit Monaten nicht am regulären Unterricht teilnehmen können? Die Eltern und vor allem Alleinerziehende, die am Limit ihrer Belastungsgrenzen sind? Die Menschen, die gerade ihre Arbeit verloren haben und von erheblichen Lohneinbußen betroffen sind?

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft muss sich fragen lassen: Ist das der richtige Zeitpunkt für einen unbefristeten Streikaufruf, zumal an einer Lösung gearbeitet wird? Wie können die vom Streik betroffenen Schüler und Eltern gemäß dem Motto Familie und Beruf miteinander vereinbaren? Wer vertritt die Interessen der rund 600 000 Familien mit Kindern in Rheinland-Pfalz (beziehungsweise 11,6 Millionen Familien mit Kindern und 2,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland)?

Zu meinen Kindern würde ich sagen: „Jetzt reicht’s aber!“.

Vor einiger Zeit las ich von Überlegungen, mehr Busse für den Schülerverkehr einzusetzen, um überfüllte Busse in Pandemie-Zeiten zu verhindern (dies wäre auch ohne Pandemie wünschenswert). Jetzt würde ich mich schon freuen, wenn überhaupt ein Bus zur Schule fahren würde.

Sandra Müller, Leiwen