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Leserbrief: Vitamin D kann der Körper auch selbst bilden

Ihre Meinung : Vitamin D kann der Körper auch selbst bilden

Ernährung

Zum Leserbrief „Wir brauchen zusätzliche Vitamine“ (TV vom 19. Mai):

Der Leserbriefschreiber ist der Überzeugung, dass unsere Nahrungsmittel schlechte Nährwerte haben und wir darum Vitamine (coronabedingt insbesondere Vitamin D) und Mineralstoffe unter professioneller Aufsicht ergänzen müssen. Hierzu einige Denkanstöße:

Kluge Köpfe haben schon lange entdeckt, dass das sogenannte Vitamin D nicht wirklich ein Vitamin ist. Vitamine nehmen wir über die Nahrung auf. Vitamin D hingegen kann unser Körper in Verbindung mit Sonnenlicht auch selbst bilden – bei intakter Körperchemie in möglichst ausgeglichenem Säure-Basen-Verhältnis.

Doch wäre es dann nicht viel eher als „Botenstoff“ zu bezeichnen? Wie die Vielzahl unserer Hormone! Auch sie kann unser natürlicher Organismus selbst bilden. Leider kommen die Hormone uns immer mehr abhanden. Und das hat etwas mit der Körperchemie zu tun. Aus Erfahrung wird die nämlich immer säurelastiger!

Vitamine zählen auch zu den Säuren. Insbesondere C und E dienen der Nahrungsmittelindustrie als vielseitig einsetzbare Helferlein. Eine Industrie, die uns regelrecht überschüttet, mit einer enormen Fülle an Nahrungsmitteln und Getränken. Selbst frisches Gemüse und (unreif geerntete Import-) Früchte stehen uns längst im Sommer wie im Winter zur Verfügung.

Gilt wieder mal ein Nahrungsstoff als besonders „trendy“, weil gesund, wollen (müssen) alle Hersteller schnell aufspringen auf diesen Zug, aus Konkurrenzgründen. Letztendlich findet sich diese „gesunde“ Substanz in ungezählten Produkten, und es stellt sich die Frage nach der tatsächlichen Dosis, die der Einzelne da zu sich nimmt.

Zurzeit gelten hochkonzentrierte Smoothies als die Heilsbringer schlechthin. Logischerweise verlangt Hochkonzentriertes nach leistungsstarken Stoffwechselorganen. Sind sie es (überlastungsbedingt) nicht, hat die Natur Regulationsmechanismen vorgesehen. Sie zehren an den biochemischen Reserven (basenbildenden Mineralien)!

Macht es da nicht viel mehr Sinn, sich in Acht zu nehmen vor den „wirklichen“ Mineralstoffräubern (Basenräubern)?! Vieles von dem, was die Generationen vor uns noch (aus Erfahrung) wussten über Nahrungsmittel, ihre Beschaffenheit und ihre Zubereitung, hatte einen biologischen Sinn und war deshalb auch allgemein verträglich (gesund).

Ulrike Wagner, Trier