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Luxemburg
Zwischen den Zeilen ist vieles zu lesen

Zum Artikel „Luxemburg – ein europäisches Land zwischen Frankophonie und Germanophonie“, einem Gastbeitrag des früheren luxemburgischen Honorarkonsuls Franz Peter Basten für den Volksfreund (TV vom 2. April) schreibt J. A. Marco Feltgen, Luxemburg:

Kaum je ein Bericht über Luxemburg ist so gelungen, polemikfrei   und ohne heroische Verklärungen ausgefallen wie dieser. In keinem der französischen, englischen und deutschen Journale, die ich laufend konsumiere, finde ich vergleichbares.

Ich  bin deshalb so begeistert, weil ich (Jahrgang 1925) in Köln als Luxemburger in dritter Generation zur Schule kam und zwei Jahre später in Luxemburg gegenüber der dortigen Post.

Ich erlebte den 10. Mai 1940 bei meinem Großvater François Boucon, dem zwei Jahre später per Dekret sein Name in  Fritz Bugge geändert wurde. Wir mussten damals unsere Fahrräder im Hof der Arbed abgeben, bekamen sie aber zurück, weil sie nicht der Norm entsprachen. Ferienerinnerungen an  1927: Als einzige Verbindung verkehrte das Postauto nach Luxemburg zum Cafe Linster, und die Bauern  trimmten die Milch mit Möhrensaft auf höheren Fettgehalt.

Ich erlebe die Änderungen der luxemburgischen Spache sehr intensiv, denn in meiner Kindheit wurden alle technischen Neuheiten einfach mit  dem Firmennamen belegt – wie zum Beispiel Delco oder Frigo, und man bestellte einen  „Filter“ anstatt einen „Kaffee“. In dem Beitrag ist vieles zwischen den Zeilen zu lesen ...

Nochmals alle Hochachtung für diesen großartigen Artikel.