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Leserbrief von Martine Wells zu „Wittlicher Stadtratsmitglieder fühlen sich attackiert“

Vitelliusbad : Welche Nutzergruppen haben einen Vorteil vom Abriss des Freibads?

Vitelliusbad

Leserbrief von Martine Wells zum TV Artikel „Wittlicher Stadtratsmitglieder fühlen sich attackiert“ vom 6. August:

Es ist langsam unerträglich anzusehen, wie Verwaltung und Stadtrat an ihrer einmal getroffenen Entscheidung für den Abriss des Freibads verbissen festhalten - gegen jegliche Argumente und neue Erkenntnisse.

Und auch gegen den Willen vieler Bürger in Wittlich (und Umland).

Es gibt mittlerweile keinen Grund mehr, warum unser Freibad zwingend abgerissen werden muss. Im Gegenteil, es gibt eine Vielzahl von Argumenten, die für die Sanierung und den Erhalt des jetzigen Freibades sprechen.

Diese 22 von 32 Stadträten erklären in ihrem offenen Brief unter anderem, sie hätten die beste Entscheidung für zukünftige Nutzergruppen getroffen.

Ich frage mich, welche Nutzergruppen sollen dies denn sein? Die Sportschwimmer, Vereine und Schulen, die zukünftig kein richtiges 50-Meter-Becken zum Training mehr haben? Die Jugendlichen und Kinder, die zukünftig keine Sprunganlage und wohl keine große Rutsche mehr nutzen können?

Die Familien mit Kleinkindern, die sich zukünftig entweder im Mini-Aussenbereich um jeden Quadratmeter Wasserfläche streiten oder direkt in die heiße geschlossene Schwimmhalle gehen müssen? Diese Nutzergruppen sind wohl alle nicht damit gemeint?

Aber welche Nutzergruppe bleibt dann noch? Moment ... es gibt doch eine Nutzergruppe, für die der beschlossene Abriss des Freibads nützlich ist: Stadträte und Verwaltungsangestellte, die wahrscheinlich selten schwimmen gehen oder in keiner der oben angeführten Nutzergruppen zu finden sind und die das Thema Schwimmbad jetzt „für alle Ewigkeit geregelt haben wollen“.