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Leserbrief zu den neuen Müllgebühren im Vulkaneifelkreis

Ihre Meinung : Wird das Leben in unserer Region bald unbezahlbar?

Gebühren

Zu der Berichterstattung über die neue Gebührenordnung des ART (der TV berichtete mehrfach) schrieb uns Klaus Finken:

Die Kosten für Müll, Strom und Wasser steigen um mehr als 25 Prozent.  Mit dem neuen Konzept der Müllgebühren werden die Kosten für die Bürger des Landkreises Vulkaneifel ab 2020 erheblich teurer und das bei einem schlechteren Service und einem sozial- und ökonomisch unverträglichen System. Die Gebühren innerhalb des Zweckverbands  ART sind je nach Kreis unterschiedlich hoch. Im Landkreis Vulkaneifel zahlt man zukünftig für den 120-Liter-Behälter bei maximal 13 Leerungen jährlich 148,80 Euro. Dagegen sind es im Eifelkreis Bitburg-Prüm nur 107,02 Euro.. Das ist ein Unterschied von 39 Prozent. Noch gravierender ist der Preisunterschied beim 240-Liter-Behälter: Preisunterschied 83 Prozent.

Warum stimmen unsere Politiker derartigen Preiserhöhungen und -unterschieden zu? Die Aussage von Michael Billen, dass sich in einem halben Jahr alle beruhigt haben, bedeutet, dass man das Aufbegehren der Bevölkerung aussitzen will. Schlicht eine Unverschämtheit!

In der ehemaligen Oberen Kyll steigen demnächst die Wassergebühren um etwa 25 Prozent. Die Notwendigkeit wird mit den viel zu hohen Nitratwerten der Brunnen in Birgel begründet. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Aber man hat nur geredet und nichts an der Ursache getan. Dass man seitens der Verwaltung nichts an dem seit vielen Jahren bekannten Nitratproblem getan hat, könnte man als Unterlassung deuten. Jetzt muss eine Wasserleitung von der Hillesheimer Wasserversorgung zu den Versorgungsleitungen der ehemaligen VG Obere Kyll gebaut werden. Dieses Angebot bestand schon vor vielen Jahren. Dieses Angebot wurde nicht geprüft und auch nicht angenommen.

Auch die Stromkosten sind um etwa 25 Prozent gestiegen. Warum? Preissenkungen werden von den Versorgungsunternehmen nicht weitergegeben. Mit der CO2-Bepreisung wird das Benzin nach Aussage bestimmter Politiker in absehbarer Zeit um 40 bis 50 Cent steigen. Da wird die Bevölkerung im ländlichen Raum wieder bestraft, denn ohne Auto kann man auf dem Land nicht auskommen. Erst dann, wenn man sich nicht mehr leisten kann, in Urlaub zu fahren oder sich kein Handy mehr leisten kann, die hohen Kosten merklich an den Geldbeutel der Bevölkerung gehen und der Lebensstandard fällt, wird man reagieren. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät.