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Leserbrief zu„Stadtrat Wittlich stimmt für Großbauprojekt in der Burgstraße“

Leserbrief : Wie beschämend ist das denn?

Bauprojekt

Leserbrief zum Artikel „Stadtrat Wittlich stimmt für Großbauprojekt in der Burgstraße“ vom 21. Juli:

Durchwinken kann der CDU dominierte Wittlicher Stadtrat zusammen mit den „Durchwinkern“ der anderen Parteien bestens. Eine einzige mutige Gegenstimme, Herr Gerke (SPD). Wie beschämend ist das denn? Ein erneuter Verlust an Grünfläche und ein erneuter Riegel in Form eines Betonklotzes für die Luftzufuhr in der Wittlicher Innenstadt. Einförmige Betonklötze können manche Architekten besonders gut.

Während anderenorts Stadtplaner und Architekten mittlerweile darauf bedacht sind, Städte und Städtchen grüner und luftiger zu machen, für Abkühlung in der Innenstadt zu sorgen, gehen die „Rückwärtsgewandten“ des Wittlicher Stadtrates genau in die entgegengesetzte Richtung. Lesenswert hierzu der Artikel in der gleichen Ausgabe des TV: „Die Städte müssen grüner und blauer werden“ (Seite 7).

Man braucht kein Architektur- oder Stadtplanerstudium, um zu registrieren, was in Wittlich alles schief läuft. Die Wittlicher bezahlen schließlich seit vielen Jahren einen Stadtplaner, den kaum jemand kennt. Zahlreiche Studien weisen auf die Hitzeentwicklung und die Gefahren für die in Innenstädten wohnende Bevölkerung hin. Hat man im Wittlicher Stadtrat wohl noch immer nicht registriert.

Lesen und das Gelesene begreifen, daraus die richtigen Schlüsse ziehen, Entscheidungen treffen, zum Wohle der Bevölkerung einer kleinen Stadt wie Wittlich ist momentan bei dieser Zusammensetzung des Stadtrates leider nicht gegeben. Man macht das kleine Städtchen lieber lächerlich, indem man Klimakonferenzen einberuft, Klimakarten an Einwohner verschickt und dann im Stadtrat äußerst klimaschädigende Projekte durchwinkt.