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Leserbrief zum Artikel „Erhaltung des Haltepunktes Ürzig zu teuer“  

Leserbrief : Eine wirklich irrsinnige Idee

Bahnverkehr

Leserbrief zum Artikel „Erhaltung des Haltepunktes Ürzig zu teuer“ vom 30. Juli:

 

Warum umständlich, wenn es auch einfach ginge?

Die Idee den Bahnhaltepunkt Ürzig abzuschaffen, während überall im Lande nach mehr Zugang zum ÖPNV gerufen wird, ist wirklich irrsinnig und kann nur einem Unternehmen wie der DB entspringen.

Erst recht, wenn man ernsthaft und richtigerweise darüber nachdenkt, in dem nur wenige Kilometer weiter entfernten Altrich einen neuen Zugang zum Bahnverkehr zu schaffen.

Den Altrichern sei dringend empfohlen diese Chance zu ergreifen. Diese kommt so schnell nicht wieder und wäre für das Dorf ein echter Gewinn an zukunftsweisender Infrastruktur. Einen Bahnanschluss in der Wohngemeinde – da würden sich viele Bürgermeister*innen landauf landab die Finger nach lecken.

Die Möglichkeit einen Bahnhaltepunkt in Altrich, auch wenn er etwas außerhalb des Ortes liegen würde, zu Fuß erreichen zu können ist unvergleichlich besser als mit dem Auto nach Wittlich Hauptbahnhof zu fahren und das Fahrzeug dort den ganzen Tag ungenutzt herumstehen zu lassen. Ganz im Gegenteil: die Menschen könnten zukünftig ganz ohne Auto zur Arbeit Richtung Trier und Luxemburg gelangen und sogar zweimal pro Stunde mit der Bahn ihre „Nahversorgung“ im Salmtal-Center erledigen.

Zurück nach Ürzig: Warum will man denn unbedingt eine marode Unterführung sanieren, an einem Bahnhofsgebäude, das nicht mehr benötigt wird? Es ginge doch viel einfacher: Von der bestehenden Straßenunterführung der L56 (keine 500 Meter vom jetzigen Bahnhof entfernt) könnte man rechts und links neben dem Bahndamm je eine Rampe und statt eines Zentralbahnsteiges jeweils einen Richtungsbahnsteig neben die Gleise bauen.

Selbst wenn diese Variante nicht günstiger als die veranschlagten drei Millionen Euro sein sollte, die Vorteile liegen auf der Hand: der Bahnhaltepunkt wäre barrierefrei, es gäbe keinen potenziellen „Angstraum“ Unterführung mehr und diese würde auch nicht mehr zugemüllt und vollgepinkelt. So ließe sich ein rundum attraktiver und zukunftsweisender Bahnhaltepunkt realisieren.

Vielleicht können die Verantwortlichen bei der Bahn und in der Politik ja mal drüber nachdenken.