1. Meinung
  2. Leserbriefe

Leserbrief zum Artikel „Gibt es bald ein Erotikmuseum in Bernkastel-Kues?“

Tourismus : Wir sind schon da

Erotik-Museum

Zum Artikel „Gibt es bald ein Erotikmuseum in Bernkastel-Kues?“ vom 1. Oktober schreibt diese Leserin:

Geht man aktuell in die Stadt, wimmelt es von Touristen. Jeder will raus, was erleben, Corona hin oder her. Auch wie aus dem Lockdown erwacht scheinen die Politiker der Stadt. Es wird geplant, neue Ideen werden gesponnen, alles für die Touristen. Es muss ein neues Hotel her, mitten im Zentrum, ideal gelegen, eine Seilbahn zwischen Burg und gegenüberliegendem Berg war schon im Gespräch, Erweiterungen der Fahrradwege sind geplant, obwohl man als Fußgänger schon jetzt an der Mosel entlang immer wieder von E-Bikern, die ihr Rad nicht immer im Griff haben, fast über den Haufen gefahren oder auch angemotzt wird. Neu ist die Rede von einem Parkhaus nur für E- Autos mit Ladestationen mitten in Kues. Ein Anreiz für E-Autofahrer, ihre Ferien in Bernkastel- Kues zu verbringen? Fraglich! Der neueste Clou ist die Anfrage, ein Erotikmuseum einzurichten, um einen neuen Anreiz für Touristen zu haben.

Nur Ideen oder bald schon Realität? Wer aber soll all das finanzieren? Und wo bleiben die Einheimischen, wo die Ideen hier? Warum plant man nicht einmal eine Art Bürgerzentrum, wo man sich zum Beispiel in einem dazu gehörenden Café trifft, wo Veranstaltungen, Konzerte, Theater stattfinden und nicht nur im kleinen Rahmen. Auf die Idee kommt eher niemand. Uns muss man nicht mehr mit Angeboten ködern, wir sind schon da, bleiben nicht nur einige Tage, sondern vielleicht für immer und wir haben auch Wünsche. Vielleicht sollten die Politiker darüber einmal nachdenken. Geld bringen wir schließlich auch: Wir zahlen Steuern in unserer Stadt.