Leserbrief zum Wittlicher Vitelliubad

Ihre Meinung : Das Hallenbad-Becken ist zu klein

Schwimmbad

Zur Sanierung des Vitelliusbads schrieb uns Otto Schmid aus Wittlich:

                                                                       

Gleich vorneweg zur Klarstellung: Ich habe die Eingabe der Bürgerinitiative zum Erhalt des Freibades nicht unterschrieben. Trotzdem sehe auch ich dringenden Änderungsbedarf in der Planung.

Im Zusammenhang mit dem Neubau des Schwimmbades beschränkt sich die Diskussion fast ausschließlich auf Wasserfläche und Außengelände. Ich habe den Eindruck, dass den meisten nicht bewusst ist, dass sich nach der derzeitigen Planung an den Bedingungen, was das Schwimmerbecken im neuen Hallenbad anbelangt, nichts ändern wird. In der ursprünglichen Planung wurde für das Schwimmerbecken eine Breite von 16,67 Metern für notwendig erachtet. In der Sitzung am 9. April 2019 hat der Bauausschuss beschlossen, dass aus Einsparungsgründen und um Wasserfläche zu verringern, das Becken um 4,16 Meter schmaler gebaut wird, so dass es, so wie das jetzige Becken, nur noch 12,50 Meter breit sein wird (siehe auch Bericht im TV vom 16.April 2019).

Bereits jetzt sind die Bedingungen für die Nutzer des Hallenbades äußerst unbefriedigend. Dieses gilt erst recht dann, wenn drei Fünftel  des Beckens zur Durchführung von Unterricht für den allgemeinen Badebetrieb gesperrt sind, was trotz Lehrschwimmbecken auch in Zukunft erforderlich sein wird.

Der Neubau und die attraktive Gestaltung des Bades führen zu keiner Verbesserung. Im Gegenteil. Da mit der Erweiterung des Angebots die Erwartung verknüpft ist, dass in Zukunft mehr Badegäste das Hallenbad nutzen werden, ist davon auszugehen, dass sich die Situation noch verschlechtern wird.

Meines Erachtens sollte im Rahmen der Alternativplanung die Gelegenheit genutzt werden, die Situation zu überdenken und das Schwimmerbecken in der ursprünglich vorgesehenen Breite zu planen. Die Nutzer des Schwimmbades werden dafür dankbar sein. Nachdem die Firma Altenburg in ihrem Strategiekonzept schon für den Betrieb des jetzigen Hallenbades einen guten Wert bestätigt hat und die Wasserfläche nicht mehr die entscheidende Rolle spielen muss, dürften diese Punkte dem Vorschlag nicht mehr entgegenstehen. Bei Kürzungen darf meines Erachtens  das Hallenbad nicht an erster Stelle stehen. Man muss sich immer dessen bewusst sein, dass in Zukunft das Hallenbad, im Gegensatz zum Freibad, an 365 Tagen im Jahr genutzt wird. Damit der Vorschlag tatsächlich umgesetzt wird, sind auch die Mitglieder des Stadtrates gefordert.