Leserbrief zur Schließung der Irreler Sauna

Ihre Meinung : Die Sauna muss bleiben

Zum Artikel „Kein Schwitzen, aber erhitzte Gemüter“ (TV vom 29. August) schrieb uns Franz-Josef Christmann:

Ich hoffe, dass im Bereich der VG Südeifel inzwischen Klarheit darüber besteht, wer die Kompetenz hat, eine öffentliche Einrichtung, die seit mehr als vier Jahrzehnten besteht und sehr gut genutzt wird, zu schließen. Gemeint ist die Sauna im Hallenbad Irrel (TV-Bericht vom 9. August). Es ist der Weitsicht von politischen Instanzen und den Planern zu verdanken, dass  1972 an das Hallenbad ein Saunabereich angeschlossen wurde. Planung, Bau und Betrieb dieser Anlage waren politischer Wille und bilden die Rechtsgrundlage für den Bestand und Betrieb dieser öffentlichen Einrichtung. Man bedenke: Erst Mitte der 1990er-Jahre wurde in Bitburg das Cascade eröffnet; da war die Sauna in Irrel schon 20 Jahre in Betrieb.

Es ist merkwürdig, dass nach vier Jahrzehnten der Bestand der Sauna infrage gestellt wird, obwohl die Anlage betriebsfähig und in einem guten Zustand ist. Die dafür angeführten Argumente sind meiner Meinung nach nicht schlüssig. Dass man jetzt den Planer vorschiebt und Platzgründe geltend macht, ist meiner Meinung nach nur ein Vorwand. Wenn der Planer den Auftrag erhält, die Sauna zu erhalten, wird er das so planen. Der Platz dafür ist seit mehr als 40 Jahren vorhanden. Die VG Südeifel ist der Bauherr und bestimmt, was geplant wird! Der VG-Rat ist hier gefordert. Dass zukünftig eventuell  kein Platz für die Sauna sein soll, mutet schon seltsam an. Egal, wofür der zur Verfügung stehende Raum genutzt wird, eine neue Deckenverkleidung muss montiert werden, es sei denn, es besteht die Absicht, aus dem intakten Saunabereich eine Rumpelkammer zu machen. Von dem vom Bund zugesicherten Zuschuss von knapp 3,7 Millionen Euro wird wohl so viel übrig sein, dass eine abgehangene Decke für den Saunabereich dabei herausspringt. Zusätzliche Kosten werden entstehen, wenn man unnötige Umbauten plant, anstatt vorhandene funktionierende Substanz zu erhalten.   Wenn die Mittel schon knapp sind, sollte man sparsam damit umgehen. Es wäre zu wünschen, dass die Absichtserklärung, zu prüfen, ob die Sauna zunächst bis zur Sanierung des Hallenbades wieder eröffnet werden kann, ein Zeichen dafür ist, dass die Sauna auch nach der Sanierung des Bades Bestand haben wird!

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