Leserbrief : Warum nicht der Deutsche Bürgerpreis?

Zum Artikel „Wenn das Rote Kreuz Arbeit und Hobby ist“ (TV vom 6. Oktober) schreibt dieser Leser:

In diesem Artikel wird ein Bürger unserer Heimat wegen seiner Lebensleistung zurecht gewürdigt. Heiner Weides, den ich von jung auf im Ehrenamt und dann später auch im Hauptberuf im Rettungsdienst und im Ehrenamt in verschiedenen Funktionen im Roten Kreuz, über 44 Jahre, erlebt habe, und der wie kaum ein anderer immer wieder einsatzbereit zur Verfügung stand.

Heiner Weides gehört zu den Menschen, die sich in besonderer Weise und nachhaltig um das Allgemeinwohl sehr verdient gemacht haben.
In vielen Reden wird das Ehrenamt und das ehrenamtliche Handeln in unserer Gesellschaft hochgelobt und für unverzichtbar erklärt. Immer häufiger und von vielen Seiten wird inzwischen für das Ehrenamt geworben und an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl zu engagieren, weil die persönliche Selbstverwirklichung immer häufiger keine Zeit, keinen Platz mehr für Gemeinsinn oder Ehrenamt lässt.
Für verdiente Ehrenamtler gibt es in unserer Bürgergesellschaft zahlreiche Möglichkeiten der Anerkennung und Auszeichnung. Für besonders verdiente BürgerInnen hat der Staat, das Land die Kommune, oder auch Stiftungen, Vereine und Verbände besondere Auszeichnungen, das ist gut so.

Häufig werden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die es wirklich verdient haben. Aber es gibt auch Ehrungen, bei den man sich fragt, wie es dazu kam oder warum es auch nicht dazu kam!
So frage ich mich, weshalb die Lebensleistung Heiner Weides nicht für den Deutschen Bürgerpreis ausreichte.

 Ich frage mich ebenso, weshalb die jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit im Roten Kreuz und die über Jahrzehnte in seiner Geburtsstadt Bitburg und in der Region Bitburg von Heiner Weides organisierte Sanitätsdienstpräsenz bei allen möglichen Veranstaltungen, auch bei allen Gefahrenlagen, die es in den zurückliegenden Jahren in Bitburg auch zuhauf gab, nicht dafür ausreichte, um Heiner Weides als „echten Beberiger Jung“ zu taufen.