Leserbrief : Man sollte bei der Wahrheit bleiben

Gesteinsabbau

Zum Artikel „Dauerstreit Gesteinsabbau“ (TV vom 28. Oktober) schrieb uns Thea Merkelbach:

 

Am 26. Oktober wurde im Kreisausschuss (KA) Vulkaneifel der einstimmige Beschluss gefasst, dass ein großes Gebiet im Landkreis vor dem überdimensionierten Abbau geschützt werden soll. Das ist sehr zu begrüßen. Seit 2011 hat die IG Eifelvulkane, allen voran Lydia Schend, Gisela Kannenberg, Resi Schmitz, Hartmut Schmidt und so weiter, daran gearbeitet, das Thema in der Öffentlichkeit auch bei den Parteien ins Bewusstsein zu rücken. Tatkräftig wurden sie von Beginn an von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt. Andere Parteien habe ich in diesem Kampf nicht wahrgenommen.

Im Kreistag zum Beispiel stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen seit 2014 regelmäßig Anträge, den Gesteinsabbau in der Vulkaneifel zu stoppen: Das Ziel, das jetzt im KA beschlossen wurde, wurde mit den Anträgen der Grünen über Jahre hinaus bereits im Fokus abgeschmettert. Um so schöner ist es, dass jetzt ein Konsens erzielt wurde, auch wenn der letzte Abänderungsantrag, den Kalk in die Ausschlussgebiete einzubeziehen, wieder von den anderen Parteien abgeschmettert wurde.

 Die Unterstützung von Seiten der Grünen und der Umweltverbände begann bereits am 31. Januar 2012 bei der ersten öffentlichen Veranstaltung im Forum Daun: 500 Interessierte kamen, im Podium saßen die Grünen-Ministerinnen Lemke und Höfken. 2014, 2015 und 2018 fanden Rundflüge mit Resi Schmitz und Jana Johnen mit Wirtschaftsministerin Lemke und Staatsekretär Griese (beide von den Grünen) aus dem Umweltministerium zur Sensibilisierung der Landesregierung gegen den Gesteinsabbau statt. Grünen-Teilnahme gab es weiterhin an öffentlich wirksamen Veranstaltungen.

Frau Lemke sagte finanzielle Unterstützung der Landesregierung für einen Lösungsdialog zu. 2015 kam der Grünen-Staatssekretär Hüser zur Veranstaltung der Partei nach Gerolstein. Dietmar Johnen, Kreisvorsitzender der Grünen, setzte sich aktiv all‘ die Jahre über für einen Lösungsdialog zum Gesteinsabbau ein.

Mein Fazit: Es ist zu begrüßen, dass nun alle Parteien dem neuerlichen Antrag der Grünen zugestimmt haben. Sie sollten aber bei den Fakten bleiben, und die heißen: Wir haben uns jetzt dazu entschlossen – und nicht: Wir waren schon immer gegen den übermäßigen Abbau. Sonst schmückt man sich hier mit fremden Federn und sorgt bei der aufmerksamen Bevölkerung für weitere Politikverdrossenheit.