Leserbrief : BIT-Desaster in unserer Kreisstadt

Werner Braun aus Fließem schreibt uns zum Thema Bit-Galerie.

Zum Artikel „Trotz Corona-Pandemie: Investoren stehen zur Galerie“ (TV vom 22. Dezember) meint Werner Braun aus Fließem:

Herr Kutscheid muss also nun abwarten, bis sich der Pandemie-Nebel gelegt hat.

Das wäre ja so weit noch durchaus verständlich, wenn es zuvor nicht schon gefühlt 31 andere Mal mehr oder weniger nachvollziehbare Begründungen für den Nicht-Start der Bit-Galerie in den vielen Jahren zuvor gegeben hätte! Was wird es wohl nach der Pandemie sein, die tibetanische Wanderameise, die sich im maroden ehemaligen Hotel Plein eingenistet hat und unter Naturschutz steht?

Wie nannte sich dieser Flugplatz-Traumtänzer Lamparski noch, war das nicht auch „Projektentwickler“? Eine Berufsbezeichnung, die man getrost zu Wirtschaftsprüfer (ich sage nur: Wirecard) und Unternehmensberater stecken kann. Ich zitiere Fritz Simon: „Wer glaubt, dass Unternehmensberater Unternehmen beraten, der glaubt wahrscheinlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“

Und: „Die Planer planen und das Schicksal lacht darüber“, das wusste schon Mohammed. Nach dem BER-Desaster in unserer Hauptstadt nun also wohl das BIT-Desaster in unserer Kreisstadt. Wäre vielleicht gar nicht weiter tragisch, wenn dadurch der rasant ansteigende Leerstand in der Innenstadt nicht noch weiter befeuert werden würde.