Leserbrief : Publikumsmagnete schaffen

Innenstadt

Zum Artikel „Es braucht die Bereitschaft, gemeinsam etwas zu tun“ (TV vom 29. Januar) schreibt Sascha Konder aus Bitburg:

Ich möchte  einige Anregungen zur Belebung der Innenstadt/Fußgängerzone aufzeigen. Das größte Problem ist die grundlegende und nachhaltige Veränderung des Käuferverhaltens. Dieser Herausforderung müssen sich alle Innenstädte stellen; es handelt sich hierbei nicht um ein spezifisch regionales oder kurzzeitiges Problem.

Zur Vermeidung von Leerständen und einer toten und öden Innenstadt müssen Publikumsmagnete und Anziehungspunkte für Menschen jeglichen Alters geschaffen werden. Es sollte eine neue attraktive Innenstadt für Kinder,  Jugendliche, Familien und Senioren sein. Die Wiederbelebung der Fußgängerzonen als Begegnungsstätten und zentralen Mittelpunkten sollte stattfinden. Um dem geänderten Kaufverhalten Rechnung zu tragen, sollten die Innenstädte neu gedacht werden und eine Verlagerung zu mehr Gastronomie, Kultur, Lifestyle und Freizeitaktivitäten erfolgen. Es geht um gezielte Ansiedlung von diversen Gewerben in der Fußgängerzone zwischen dem Einzelhandel, um Publikumsmagnete zu schaffen, und zwar außerhalb des bisherigen dominierenden Shopping-Angeboten des Einzelhandels, um so Synergieeffekte auszunutzen.

Man sollte Platz bieten zur Präsentation und für Infoveranstaltungen. Es sollte Erlebnis- und Freizeitaktivitäten  und eine Partyszene geben. Wichtig ist auch der Bereich Wellness. Kultur ist ebenso gefragt wie Gastronomie-Angebote, regionales Handwerk, Boutique- Angebote, Märkte und Ausstellungen, Kinderangebote  sowie Seniorenangebote.

Dies bedeutet: Schwerpunkttage in der Fußgängerzone und auf dem Spittel, neben den bisherigen Verkaufsoffenen Sonntagen neue Angebote schaffen für Familien, Kinder und Senioren.

Konkret würde ich Folgendes vorschlagen: für Jugendliche  die Ansiedlung von Shisha-Bars, ein kleines Fastfood-Restaurant in der Fußgängerzone, für Kinder und Familien als Publikumsmagnete einen mobiler Spielplatz auf dem Spittel, ein Spielmobil, eine Hüpfburg, Karussell, für Senioren und Familien Aktionstage mit Kuchenbasar auf dem Spittel mit gemütlicher Musik, dazu viele Sitzgelegenheiten und Sonnenstühle als offener Seniorentreff am Nachmittag.

Es geht dabei nicht darum, bestehende Geschäfte zu schließen, sondern die Leerstände aufzufüllen mit Gastronomie, Kultur,  Lifestyle und Freizeitnutzung. Denn Leerstände bilden eine Spirale nach unten. Auf dem Spittel sollte man Raum geben für Veranstaltungen jeglicher Art: Kleinkunst, Bauernmarkt, Präsentation von Vereinen, Religion und Kirchen und Parteien, Märkte,Konzerte, Kinderangebote/Spielmobil, Shopping-Angebote, Ausstellungen,  Präsentationen regionaler Unternehmen oder Organisationen. Diese Konzepte werden von führenden Städteplanern und Zukunftsforschern empfohlen.