Leserbrief : Völlig überforderte Ratsmitglieder 

Fahrradwege

Dieser Leserbrief von Wilfried Kootz aus Bickendorf erreichte uns zum Bericht „Ratlose Gesichter zu radloser Planung“ (TV vom 1. März):

Man könnte meinen, der Bericht sei einen Monat zu früh erschienen. Beim Durchlesen kommt es einem wie ein schlechter Aprilscherz vor, was die Bitburger Stadtratsmitglieder in Sachen Ausbau der Kölner Straße letztendlich entschieden haben. Da stellt die Stadt ein umfangreiches Radverkehrskonzept für die Zukunft auf, und schon beim ersten Ausbau einer Straße  findet das Thema Radweg keine Beachtung. Und jetzt tun die Fraktionen querbeet so, als sei man überrascht worden mit der finalen Planung. 

Werden die Beschlussvorlagen und Planungsunterlagen für Bauprojekte im Vorfeld von Sitzungen durch die Ratsmitglieder nicht gelesen oder aber in Fraktionssitzungen thematisiert? Nicht nachvollziehbar ist, dass der Stadtrat dann letztendlich der Beschlussvorlage trotz vorherigem Aufschrei zugestimmt hat. Damit ist das gesamte Radverkehrskonzept, das sicherlich auch in der Planung viel Geld gekostet hat, nun für den Papierschredder.

Im Feriengebiet Bitburger Land setzt man immer mehr auf den Rad-Tourismus. Und in Bitburg grenzt man sich mit der aktuellen Entscheidung, was den Ausbau der Kölner Straße angeht, aus. Lüdenscheid oder Remscheid gehören in Deutschland zu den fahrrad­unfreundlichsten Städten. Bitburg sollte aufpassen, dass es nicht in diesem Ranking auftaucht. Das wäre Gift für den Tourismus in unserer schönen Eifelregion.