Leserbrief : Professionelles Jammern

Innenstadt/Landwirtschaft

Zu den Artikeln über die Krise in der Bitburgs Innenstadt sowie den Problemen in der Landwirtschaft schreibt Anton Lamberty aus Gemünd:

Mit schöner Regelmäßigkeit lesen wir im TV von den Problemen in der Landwirtschaft oder von solchen in der Bitburger Innenstadt. Hier wie dort wird professionell gejammert, ohne die Gründe für den derzeitigen Zustand klar und deutlich zu benennen und daraus zukunftsfeste Lösungen zu entwickeln.

Für den Bereich der Landwirtschaft gilt: Eine schonungslose und vorurteilsfreie Sicht auf die jahrzehntelange Politik in diesem Bereich, die zu dem derzeitigen Elend geführt hat! Dabei ist klar: Kein Politiker (m/w) und auch keine Zeitung kann es sich erlauben, hier Tacheles zu reden und die Konsequenzen zu benennen, wenn er oder sie nicht in kürzester Zeit seinen Job verlieren will!

Für den Bereich der Innenstädte, nicht nur Bitburg, ist der Schuldige schnell gefunden: das Internet und die Online-Käufe! Es ist ja auch zu bequem: Wenn ich einen Artikel suche, brauche ich nicht durch drei Geschäfte zu laufen und mir anhören: „Das haben wir nicht“. Kurze Recherche im Internet, ein Klick, und es wird mir an die Haustüre geliefert, das ist unschlagbar!

Deshalb müssen sich nach meiner Auffassung die Geschäftsleute in ihrem Viertel zusammentun, nur gemeinsam ohne falsches Konkurrenzdenken geht es, etwas auf die Beine stellen, das es bei Amazon nicht zu kaufen gibt: Erlebnisgastronomie! Dass es soweit nicht kommt, ist mir klar: siehe Bit-Galerie! Die versammelte Phalanx der Bedenkenträger wird doch sicherlich einen Grund finden, um solches zu verhindern, und sei es auch nur eine Fledermaus.