Leserbrief : Mit nichts zu rechtfertigen

Flugzeug-Affäre

Zum Artikel „Europa, Belarus und eine ,deutliche Antwort’“ (TV vom 25. Mai):

Wie im Krieg kapert der Machthaber Alexander Lukaschenko mit einem Kampfjet einen Ferienflieger vom Himmel und stürmt mit schwer bewaffnetem Militär  ohne Berechtigung den neutralen Bereich des Flugzeugs.

Eine angebliche Bombendrohung wird als Rechtfertigung angegeben, nur um einen dem Regime unbequemen Oppositionsaktivisten, der als Passagier in dem Ferienflieger anwesend war, zu verhaften. Die Angst und das Entsetzen der anderen in Todesangst befindlichen Passagiere der gesamten Maschine ist mit nichts zu rechtfertigen.

 Müssen jetzt alle Urlauber damit rechnen, dass sie jederzeit,  über jedem Land, auf allen Flugrouten, von Desperados wie dem Machthaber Lukaschenko mit Kampfmaschinen vom Himmel geholt werden? Müssen wir jetzt damit rechnen, dass Passagiere von Ferienfliegern zum Freiwild werden und jederzeit den terroristischen Machthabern wie Lukaschenko hilflos ausgeliefert sind?

Meiner Meinung nach sollte gegen Lukaschenko ein internationaler Haftbefehl wegen Terrorismus erlassen werden.

Ich kann nur hoffen, dass die 27 Staats- und Regierungschefs außer „ihrer zutiefsten  Empörung zu diesem verwerflichen Akt“ mehr entgegenzusetzen haben als entrüstete Aussagen. Das ist eine unverzeihliche Verletzung gegenüber den souveränen Staaten und dem zivilen Flugverkehr.