Leserbrief : Und was kommt nach der Sanierung?

Sanierung des Freibades in Kyllburg

Zum Artikel „Kyllburger Bad kann 2022 saniert werden“ (TV vom 12. mai) schreibt uns Walter Nitzschmann aus Wißmannsdorf:

In den ursprünglichen Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Kyllburg gab es jeweils ein Freibad. Beide in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig.

Das Freibad in Oberweis: in der Sonne gelegen und hoch frequentiert. Dank dem Verkauf des dazu gehörenden Campingplatzes (und auch schon vorher), ein Verlustgeschäft, welches im VG-Rat immer wieder für Diskussionen sorgte.

Die Personalkosten konnten zum Teil durch Einbindung der ortsansässigen, recht aktiven DLRG-Ortsgruppe minimiert werden. Hier wurde saniert. Mit Steuermitteln. Und dann: Verkauf an einen Privatinvestor. Dieser hat das Freibad und den Campingplatz bestimmt nicht erworben, um Verluste zu generieren.

Jetzt, nach der Fusion der beiden Verbandsgemeinden, soll auch das Freibad in Kyllburg saniert werden. Niemand spricht von den dort jedes Jahr auflaufenden Verlusten. Eine DLRG, die zum Teil den Wachdienst übernehmen könnte, gibt es nicht. Die Besucherzahlen und Betriebszeiten sind, soweit mir bekannt, geringer als in Oberweis.

Und wieder werden Zuschüsse aus Steuergeldern beantragt und gezahlt. Und was kommt nach der Sanierung? Hier sollte der Verbandsgemeinderat noch mal nachdenken und auf die Gelder verzichten.

Diese reichen ja bei weitem nicht aus, sondern decken nur einen Teil der Kosten. Der zu zahlende Eigenanteil wäre wohl besser in unsere Schulen und Kitas investiert. Persönlich liegt mir der Erhalt beider Freibäder nahe. Aber beide in öffentlicher Hand.

Frei nach dem Motto des Hosenbandordens: Honi soit qui mal y pense (Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt).