Leserbrief : Die richtigen Antworten schuldig geblieben

Bundestagswahl

Zum Artikel „AfD-Kandidatin bezweifelt Coronazahlen“ (TV vom 25. Mai) schreibt Ulrike Möhn aus Wittlich:
Im Interview mit Frau Härig -Dickersbach (AfD) gibt es vieles, was die Interviewte „nicht“ sagt, bewusst verschweigt oder vielleicht leider gar nicht weiß!

Die Jahre des angeblich so billigen Atomstroms in Deutschland waren nur deshalb so billig, weil diese Form der Stromgewinnung mit Hunderten Milliarden D-Mark schon damals hoch subventioniert wurde, über Jahrzehnte. Die immensen Kosten eines nie zu findenden Endlagers für diesen tausende von Jahren strahlenden radioaktiven Atommüll hat man ganz bewusst ausgeklammert und auf spätere Generationen verschoben! Hat Frau Härig-Dickersbach hier eine Lösung für die zukünftigen Generationen?

Die hohen Stromkosten durch die hohe EEG-Umlage sind zurückzuführen auf die fast vollständige Befreiung dieser Umlage für stromintensive Großkonzerne und Betriebe.

So bezahlt leider jeder private Stromkunde die EEG-Umlage für diese Betriebe mit. Hat Frau Härig-Dickersbach auch hier eine Lösung?

Die Dezimierung der Vogelwelt und der Vogelvielfalt geht eindeutig zu Lasten der Monokulturen in der heutigen Landwirtschaft. Viele Bodenbrüter wie Fasane, Rebhühner und Wachteln sind vom Aussterben bedroht, genauso wie viele andere ursprüngliche Feldbewohner wie Feldmaus, Feldhamster und Feldhase. In meiner Kindheit gab es all diese Vielfalt noch. Alle von mir aufgezählten Tierarten sind nun wirklich nicht den Rotoren der Windräder zum Opfer gefallen! Genauso wenig wie viele andere Vogelarten. Sie sind Opfer einer industriellen Landwirtschaft —  ohne Insekten, ohne Hecken und ohne Feldblumen. Welche Landwirtschaft will Frau Härig-Dickersbach denn?

Herr Altmayer hat die richtigen Fragen gestellt, die AfD-Kandidatin blieb aber die richtigen Antworten schuldig. Über ihre Antworten zur „angeblichen“ Corona-Pandemie und zum Klimawandel, den einer ihrer AfD-Kollegen als „Klimafetischismus“ bezeichnet hat, kann ich mich leider nicht mehr auslassen. Das würde den Rahmen eines Leserbriefes sprengen.