Leserbrief : Fasst euch ein Herz und packt’s an!

Römerstraße

Zum Artikel „Plastik über Antike: Ist die Römerstraße bei Meilbrück vergessen? (TV vom 12./13. Juni):

Die Bemühungen des Meckeler Ortsbürgermeisters Johannes Junk um eine angemessene Präsentation des Meilbrücker Teilstücks der Römerstraße Trier-Köln („Via Agrippa“) sind sehr löblich. Sie werden aber ins Leere laufen, solange sie nicht eingebunden sind in ein überregionales Konzept zur Erforschung und Präsentation des rheinland-pfälzischen Teils dieser bedeutsamen römischen Fernstraße. Mit dem „VIA Erlebnisraum Römerstraße“ ist dies im nordrhein-westfälischen Teil der Via Agrippa (Dahlem bis Köln) schon vor einigen Jahren auf ansprechende Weise gelungen.

Dazu müssten die anliegenden Kommunen/Verbandsgemeinden (besonders Trier, Bitburg, Jünkerath), Kreise (Bitburg-Prüm, Vulkaneifel), das Land Rheinland-Pfalz (Generaldirektion Kulturelles Erbe) und das Rheinische Landesmuseum Trier eine entsprechende Kooperation eingehen. Auch Initiativen wie der Geschichtliche Arbeitskreis Bitburger Land hätten hier eine wichtige Aufgabe.

Aller touristischen Vermarktung vorausgehen müsste eine zusammenhängende Erforschung der Straße. Eine der wichtigsten Aufgaben bleibt die archäologische Lokalisierung der römischen Straßenstation Ausava. Zur Trassenführung gibt es schon wichtige Grundlagen. Aber gpx-Tracks für Wanderer oder Radfahrer muss man sich für den rheinland-pfälzischen Teil bis heute mühsam selbst erstellen.

Also, ihr Verantwortlichen der genannten Institutionen: Fasst euch ein Herz und packt’s endlich an, eine wissenschaftliche Erarbeitung und eine ansprechende touristische Präsentation des rheinland-pfälzischen Teils der Via Agrippa als überregionale Gemeinschaftsaufgabe auf den Weg zu bringen und sie so aus ihrem Dornröschenschlaf wachzuküssen! Und lasst Leute wie Herrn Junk nicht auf Jahre in der Luft hängen!