Leserbrief : Der Kirche den Geldhahn zudrehen

Kirche

Zum Artikel „Missbrauch: Bistum Trier zahlt bisher 1,4 Millionen Euro Entschädigung“ (TV vom 24. Februar) sowie zu weiteren Artikeln:

Nachdem die Selbstreinigungskräfte in der katholischen Kirche nicht funktionieren, hilft nur eines: Man muss ihr den Geldhahn zudrehen. Es ist höchste Zeit, die jährlichen staatlichen Zuwendungen in zweistelliger Milliardenhöhe (laut Kirchenkritiker Carsten Frerk) abzuschaffen, mit denen der Steuerzahler der Kirche ihren Prunk und Reichtum finanziert. Der aus meiner Sicht durch und durch scheinheiligen Institution Kirche mit „mafiösen Strukturen“ (Originalton Dominique Rimaz, unter anderem Priester des Bistums Freiburg) wird mit jedem neuen Gutachten mehr und mehr die Maske vom Gesicht gerissen. Jeder Kleriker, der sich an Kindern oder Jugendlichen vergeht, gehört sofort vor den Staatsanwalt, und ihm gehört nach weltlichem Recht öffentlich der Prozess gemacht. Wie viele Millionen Menschen brachte die Kirche im Laufe der Jahrhunderte, als sie noch groß und mächtig war, in teuflischer Weise um Hab und Gut, um Leib und Leben? Nun steht sie selbst am Scheideweg. Aber selbst im Stadium der Agonie legt sie ihre alten Fehler nicht ab. Im Gegenteil – lügt, betrügt und vertuscht weiterhin, drückt auf die Tränendrüse und ist nach wie vor sehr besorgt um ihre Pfründe. Mit ihren abstrusen Märchengeschichten lockt die katholische Kirche keine aufgeklärten Bürger mehr in ihre leeren Tempel. Die dort gemachten Äußerungen und Vorstellungen sind meiner Meinung nach so abwegig, absurd und wirr, dass sie nicht mehr nachvollzogen werden können. Selbst das Drohen mit ewig währenden Höllenstrafen für Unfolgsame zieht nicht mehr. Die Mitglieder laufen der Kirche scharenweise davon. Der Vorhang fällt. Das Spiel ist aus.