Leserbrief : Transportkosten und Umweltbelastungen ließen sich durch Biotonne reduzieren

Müllgebühren

Zu: „Warum die Müllabfuhr wohl wieder teurer wird“ (TV, 22. März) und zum Leserbrief „Durch Eigenkompostierung Transportkosten sparen“ (TV, 26. März):

Völlig zu Recht weist der Leserbriefschreiber auf die hohen Transportkosten hin, die mit dem unsinnigen System der Entsorgung von Bioabfällen mittels Biocontainern verbunden sind. Es sind aber nicht nur die Transportkosten, die hier zu erwähnen sind, sondern es ist auch die enorme Umweltbelastung, die sich aus dem immensen privaten PKW-Pendelverkehr zu den Biocontainern ergibt. Im Landkreis Vulkaneifel fahren dazu auch noch alle zwei Wochen Müllfahrzeuge rund, um Biotonnen zu entleeren.

Der Vorschlag, zur Kostenreduzierung über stärkere Anreize zur Eigenkompostierung – im Klartext: Kostenvergünstigung – nachzudenken, ist leider nicht zielführend. Der Stopp der Müllfahrzeuge an den Grundstücken der Eigenkompostierung ließe sich natürlich vermeiden. Da aber nicht alle Bürger die Möglichkeit zur Eigenkompostierung haben, müssten die Müllfahrzeuge nach wie vor ihre Runden durch die Straßen drehen. 

Transportkosten wie auch Umweltbelastungen ließen sich aus meiner Sicht hingegen durch eine obligatorische Einführung der Biotonne entscheidend reduzieren. Natürlich würden in diesem Fall Eigenkompostierer für eine Leistung bezahlen, die sie nicht in Anspruch nehmen würden – keine Nutzung der Biotonne. Allerdings wäre es fatal, wenn wegen solcher Überlegungen nun ausgerechnet an denjenigen, die zu Recht das jetzige unsinnige Containerverfahren ablehnen, die Abschaffung dieses Systems scheitern würde.

Zu wünschen wäre vielmehr, dass sich die Eigenkompostierer solidarisch verhielten und zusammen mit allen anderen Bürgern für eine große Beteiligung bei der Befragung und ein eindeutiges Votum für die Rückkehr der Biotonne in den Vulkaneifelkreis sorgen würden. Ich werde es auf jeden Fall als jahrzehntelanger Eigenkompostierer tun.