Ukraine-Krieg : Zum Glück haben wir noch die Nato

Ukraine-Krieg

Zum Artikel „Ringen um das Sondervermögen für die Bundeswehr“ (TV, 27. April):

Zum Glück hat der russische Präsident Putin die Bundestagsdebatte am Mittwoch, 27. April, über die Grundgesetzänderung zum 100-Milliarden-Kredit für die Bundeswehr nicht gesehen. Hier hat die SPD-Verteidigungsministerin dem deutschen Bundestag erklärt, dass es starke Defizite bei der Bundeswehr gibt  – von 350 Schützenpanzern Puma seien nur 150 einsatzbereit, beim Kampfhubschrauber Tiger können von 51 Maschinen neun abheben.

Was schon seit längerem bekannt war. Ganz zu schweigen von fehlenden dicken Wollsocken und der fehlenden langen Unterhosen (Quellen: Wehrbericht der Wehrbeauftragten 2020/2021, Aussagen von Generalleutnant Alfons Mais). Und das beim viertgrößten Rüstungsproduzenten der Welt. Das könnte den großen Kriegsherrn des größten Landes der Welt einladen, von Berlin bis zum Rhein einmal probeweise durchzumarschieren.

Nun sollen 50 Flugabwehrpanzer „Gepard“ an die Ukraine geliefert werden. Aber selbst für die fünf Panzer, die im Moment lieferbar sind, fehlt es an Munition. Insgesamt rund 23.000 Schuss Munition sind vorhanden; der Verbrauch liegt bei 1100 Schuss je Minute. Sie wären nach einem kurzen Feuergefecht mit ihrer Munition am Ende und würden dann von den restlichen russischen Mig 29 vernichtet und verschrottet.  Hier würde sich die Ausbildung nicht lohnen. Was für eine militärtaktische Glanzleistung der Bundesregierung! Zum Glück haben wir noch die Nato! Da lobe ich mir SPD-Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (Verteidigungsminister in meiner Wehrdienstzeit), der uns mit dem Nato-Doppelbeschluss 40 Jahre Frieden gesichert hat. Auch damals wie heute mit Zustimmung der CDU im Bundestag, da Schmidt die eigene Kanzlermehrheit durch die SPD nicht sicherstellen konnte.