Leserbrief : Die Natur folgt nur ihren Gesetzen, sie rächt sich nicht

Klimakrise

Zum Leserbrief „Die Natur wird sich rächen“ (Trierischer Volksfreund vom 6./7. August):

Natur ist unsere gesamte Umwelt, und wir sind ein Teil davon. Die Natur agiert nach ihr eigenen physikalischen Gesetzen in verschiedenen Prozessen. Deshalb kann sie sich nicht rächen! Die Natur reagiert darauf, was wir Menschen seit Jahrzehnten auf dieser „unserer Erde“ veranstaltet haben: Wir, die Menschen, haben in den letzten Jahrzehnten die Parameter, wie wir sie davor gekannt und erlebt haben, durch unser egoistisches und selbstmörderisches Verhalten radikal verändert und verändern sie weiter.

Das hat zu einer globalen Erderwärmung geführt, und wenn wir nicht massiv einlenken, wird die Erderwärmung über 1,5 Grad liegen – mit schweren Folgen für uns Menschen und den anderen Lebewesen der Flora und Fauna. Daher werden wir mit zwei Extremen zu rechnen haben: Starkregen und Trockenheit mit den Folgen von Überschwemmungen und Dürren. 

Bei entsprechenden Wetterlagen kommt es zu starken Niederschlägen, weil die wärmere Luft mehr Wasser in Form von Wasserdampf aufnehmen kann und dann mehr Regen auf die Erde fällt, und Trockenheit, weil das für unsere Großregion bestimmende Azorenhoch, wie in diesem Sommer sehr ausgeprägt und durch die Temperaturerhöhung noch verstärkt, für weniger Niederschläge und höhere Erwärmung sorgt.

Beide Auswirkungen erleben wir: Überschwemmungen mit der Folge von großen Schädigungen und Düren mit Hungersnöten, unbewohnbar werdender Regionen durch Anstieg der Meeresspiegel in Folge schmelzender Eismassen an den Polen und Überhitzung mit der Folge von Völkerwanderungen, Erhöhung der Perma­frosttemperatur mit der Folge des Abtauens der Inlandsgletscher und massiven Fels- und Bergstürzen mit den gravierend einschneidenden Folgen auf die jeweils lokal betroffenen Regionen, Wassermangel, Verknappung der Wasser in Seen und Flüssen weltweit.

Die Natur folgt nur ihren Gesetzen, sie rächt sich nicht. Alle Lebewesen, auch wir Menschen, werden die globale Erderwärmung leidvoll ertragen.