Leserbrief : Hanebüchener Unsinn

Freie Wähler

Zu: „Das treibt die Freien Wähler um: Können Pferde durch Wolfsbegegnungen einen Psycho-Knacks bekommen?“ (TV vom 5. August):

Ich musste den Artikel zweimal lesen; dachte ich doch zunächst, es handelt sich um eine Zeitungsente. Aber nein! Der 1. April ist ja schon lange vorbei, und was hier zu lesen war, ist tatsächlich passiert!

Man überlege sich das mal: Eine ausgebildete Juristin und gewählte Volksvertreterin der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag macht sich tiefgreifende Gedanken um das psychische Befinden von Holz-Rückepferden und Herdenschutzhunden, die eine Wolfsbegegnung hatten! Es könnte ja sein, dass diese Pferde und Hunde hierdurch traumatisiert sind und Zeit ihres restlichen Lebens von einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) heimgesucht sind.

Ich möchte Lisa-Marie Heckel fragen: Wer schützt uns gemeines Wählervolk vor einem solchen „traumatisierendem“ Unsinn? Hat sie denn für ihre doch recht üppigen und vom Steuerzahler finanzierten Abgeordnetenbezüge kein realistischeres Thema, mit dem sie punkten könnte? Zum Beispiel die in der Massentierhaltung malträtierten Tiere, die wegen nicht artgerechter Haltung psychisch und körperlich leiden! Diese Tiere sind tatsächlich traumatisiert und leiden – sie bedürfen politischer Fürsprache und Hilfe!