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FEUERWEHR
Allerhöchste Zeit für eine Rückkehr zur Sachlichkeit

Bitburger Feuerwehr-Streit

Zu unseren Berichten „Stimmung bei Minus zehn“ (TV vom 22. November) und „Bitburger Feuerwehr: Veränderungen auf der Führungsebene“ (TV vom 26. November) rund um die schon länger währenden Streitigkeiten zwischen einzelnen Mitgliedern der Bitburger Feuerwehr mit der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister und den kommunalpolitischen Vertretern schreiben diese Leser:

Wir haben die Bitburger Feuerwehr in Erinnerung als eine zuverlässige, engagierte, fähige und ehrenwerte Einrichtung unserer Stadt. Jetzt sehen wir ihren guten Ruf gefährdet von Scharfmachern innerhalb und außerhalb der Wehr. Wir appellieren daher an die besonneneren Kräfte im Kreis der Feuerwehr.

Wir finden, es ist an der Zeit, dass die Bitburger Feuerwehrleute zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Verwaltung, dem Rat und dem Bürgermeister unserer Stadt zurückkehren. Auch für den derzeit ausgetragenen Streit gibt es genügend Spielregeln, Schiedsrichter und Institutionen, die endlich von allen Beteiligten respektiert werden sollten. Dazu gehören:

Erstens: der neue Feuerwehrausschuss. Er hat die Fragen um Geld, Ausstattung und Einsatzbedingungen, an denen sich der Streit einst entzündet hat, mittlerweile auf die Sachebene zurückgeholt.
Zweitens: das Verwaltungsgericht in Trier. Es hat festgestellt, dass der ehemalige Wehrleiter seine „Dienstpflichten schwerwiegend verletzt“ hat und dass Bürgermeister Kandels ihm dieses Amt zu Recht nicht wieder übertragen hat. Die weitere Auseinandersetzung hierzu gehört einzig und allein an das Oberverwaltungsgericht nach Koblenz.
Drittens: das Gutachten zur Einschätzung der Einsatzbereitschaft der Bitburger Feuerwehr, das die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben hat. Es dürfte helfen, einige falsche Vorstellungen über den Zustand der Wehr geradezurücken.

Stattdessen müssen wir immer noch erleben, wie mit unsachlichen Vorwürfen sowie mit Rücktritten und Rücktrittsankündigungen versucht wird, den Bürgermeister unter Druck zu setzen und die Bürger in eine kalkulierte Verunsicherung zu versetzen. Wir sehen keinen Grund dazu, mit Rufen wie „Kandels muss weg“ weiter seinen Unmut am Bürgermeister auszulassen. Die gehässigen Kommentare gegen seine Person und die Mitglieder des Stadtrates, mit denen – teils unter falschen Namen – der Protest im Internet fortgesetzt wird, beschädigen zugleich das Ansehen der Stadt und der Feuerwehr.