Leserbrief: Bedauerliches Ergebnis für den Vulkaneifelkreis

Leserbrief : Bedauerliches Ergebnis für den Vulkaneifelkreis

Erhöhung der Müllgebühren

Zu unserem Bericht „Höhere Kosten verteilen sich ganz unterschiedlich“ (TV vom 10. August) schreibt dieser Leser:

Die Müllgebühren steigen in ganz Europa. Wer es mit dem Umweltschutz ernst meint, wird dafür Verständnis zeigen. Regionale Bündnisse sollen dabei Effizienz erzeugen und eine faire Kostenverteilung sicherstellen. Der Zweckverband Abfallwirtschaft ART erwartet nun im nächsten Jahr aufgrund von Gebührenerhöhungen 35 Prozent mehr Einnahmen, die zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben als notwendig erachtet werden. Eine Preissteigerung von 35 Prozent in einem Jahr! Jedes privatwirtschaftlich geführte Unternehmen würde sich damit seiner Existenzberechtigung berauben. Seit langem sind die notwendigen kurz- bis mittelfristig anstehenden Investitionen und deren finanziellen Auswirkungen bekannt. Warum haben die verantwortlichen Landräte der Region nicht bereits früher reagiert und über Jahre die Gebühren Schritt für Schritt angepasst?

In Trier und Trier-Saarburg sind die Müllgebühren seit 13 Jahren nicht erhöht worden und deshalb nicht kostendeckend. Im Gegensatz dazu wurden die Gebühren jedoch in der Vergangenheit im kleinen Landkreis Vulkaneifel deutlich angehoben. Dort zahlt mittlerweile ein Zwei-Personen-Haushalt rund 75 Prozent mehr als in Trier. Landrat Thiel subventioniert mit seinem Vulkaneifelkreis das Oberzentrum. Wo ist die Gegenleistung?

Müssen Senioren demnächst in der Eifel ihre Papier-Biomülltüte mit ihrem Rollator zu Sammelbehältern bringen, statt den Biomüll wie bisher in der Biotonne vor dem Haus zu entsorgen? Mit der neuen Regelung werden die Gebühren in Trier nach 13 Jahren Stillstand um fast 25 Prozent sinken, in der Vulkaneifel dafür aber gleich bleiben bei deutlich schlechterem Service. Und der Landrat des Vulkaneifelkreises hat dem zugestimmt! Es ist sehr bedauerlich, dass er mit so einem schlechten Ergebnis zu Lasten der Bürger des Vulkaneifelkreises aus den Verhandlungen zurückgereist ist.

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